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MedizinforumForum für Orthopädie

3-facher Beckenringbruch

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5 Beiträge - 446 Aufrufe
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Scanialove  fragt am 05.01.2018
Guten Abend
Welcher Klassifikation gehört meine Beckenringverletzung an?Frische nicht dislozierte Sakrumfraktur ( Massa lateralis des Os Sacrum linksseitig lateral der Foramina ( Denis Typ 1 ), frische nicht dislozierte Schambeinastfraktur unten links und frische nicht dislozierte Fraktur oberer Schambeinast beidseitig, frische nicht dislozierte Fraktur des oberen Acetabulums beidseits. In der Besprechung bekam ich keine konkrete Antworten zur Schwere der Verletzung und welcher Klassifizierung nun der Bruch angehört, da immer wieder neue Arten von Klassifikationen bestehen und es ziemlich komplex ist das Ganze und da mein Becken nie verschoben war und ich bereits auf einem Bein stehen kann hiess es der Bruch sei stabil. Aber eine Aussage verwirrt mich, warum sagte der Arzt es könnte auch mehr kaputt gewesen sein und man hat es vielleicht nicht genau gesehen...? Mich beunruhigt, dass ich immer wieder Armkribbeln bekomme beim seitlichen Liegen ( das seitliche Liegen ist seit etwa 1,5 Wochen möglich ) Die Verletzung war und ist nicht instabil, aber stehen konnte und kann ich nicht auf beiden Beinen. Es ist ein nicht dislozierter Bruch aber verunmöglichte in der ersten Woche das Gehen, war auf den Eulenburg und Rollstuhl angewiesen, jetzt seit 3 Wochen an Stöcken und das linke Bein darf bis zum 17.Januar nur 10-15kg belastet werden. OP war paar Tage nach dem Unfall geplant, aber zum Glück verbesserte sich der Zustand kontinuierlich, so dass nicht operiert werden musste, meine Psyche hat mich wahrscheinlich davon abgehalten und den Heilungsprozess beschleunigt...:-) Ist es nun eine stabile oder instabile Fraktur? Laut Behandlungsbericht ( alles selber aus der Medizinsprache in die vereinfachte Nicht-Mediziner Sprache übersetzt ;-) ) und Internetrecherchen bin ich auf das Ergebnis gekommen, dass der Bruch vertikal stabil aber rotationsinstabil ist...? Oder liege ich falsch? Also d.h eine B Fraktur, C wäre wohl in meinem Fall eher untreffend oder, denn dann würde ich wohl noch nicht mobilisieren können ohne OP oder? Aber eine B Fraktur verheilt doch nicht konservativ, nur A Frakturen, oder? Warum steht im Röntgenbericht dass die bekannte Sakrumfraktur konventionell nicht sicher abgegrenzt werden kann? Was heisst das?
Entschuldigung für das Durcheinander...

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Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 06.01.2018
Zur Stabilität der Fraktur lässt sich ohne die Bilder und Kenntnis des Unfallmechanismus keine seriöse Aussage treffen. Wenn es sich bisher nicht verschoben hat, scheint das Behandlungskonzept gut zu sein.
Warum nicht einfach daran halten?
Grüße und gute Besserung aus der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau, Tobias Radebold

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Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 06.01.2018
PS: nicht sicher abzugrenzen heißt, dass man sie nicht gut bis gar nicht sehen kann-dies ist häufiger so, dass man feine Bruchlinien nur im CT sieht.

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Scanialove  sagt am 08.01.2018
Vielen Dank Herr Doktor Radebold für Ihre Antwort, die Sorgen sind vielleicht unnötig, denn ich habe grosses Vertrauen in das Beckenteam aber meine Skepsis bezieht sich v.a. auf die Zeit nach der Verheilung. Ich habe das Gefühl, dass ich vielleicht meinem Beruf als LKW-Chauffeuse nicht mehr nachgehen kann wegen der körperlich anstrengenden Arbeit. Verheilen tut alles bestimmt ganz gut, das zeigt sich täglich mit kleinen aber sehr wertvollen Fortschritten. Nur ist die Frage, kann ich noch die 400kg Rollcontainer ziehen und stossen nach einer solchen Fraktur? Ich habe Angst, dass dann alles wieder brechen kann, wenn sich zu viele Kräfte über das Becken abfedern. Und zum jetzigen Zeitpunkt weiss noch niemand wie und wann ich wieder "normal" arbeiten kann.. An das wichtigste Gebot halte ich mich aber: zuerst wieder gesund werden und Geduld haben.

Gruss Scanialove

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Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 08.01.2018
Nach so 6-8 Wochen geht das Risiko fast gegen 0, dass es nochmal an derselben Stelle bricht-aber nach den Wocgen Entlastung sind alle Muskeln an den Beinen Marmelade geworden...
Ich würde so 3-4 Monate ab Unfall für halbwegs realistisch halten-für viele Probleme es langfristig mit den Hüften gibt, liegt mehr an der Acetabulzmfraktur. Um dazu mehr sagen zu können, müsste ich allerdings die CT‘s sehen.
Grüße, tr

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