Achillessehnenriss (Riss der Achillessehne)

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Häufige Ursache von Achillessehnenrissen ist eine plötzliche Kraftaufbringung oder eine Vorerkrankung.
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Zur Diagnose wird der Wadenkompressionstest nach Thompson (Wadenquetschtest) durchgeführt. Dabei wird die Wadenmuskulatur zusammengedrückt, um eine Beugung des Fußes nach unten auszulösen. Ist dies nicht möglich, liegt ein Achillessehnenriss vor.
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Bei einem Achillessehnenriss kann der Betroffene nicht mehr auf den Zehenspitzen stehen und den Fuß nicht mehr kräftig nach unten beugen.
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Eine MRT-Untersuchung wird durchgeführt, um beispielsweise einen unklaren Befund abzusichern.
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Auf dem MRT-Bild des Fußes wird der Achillessehnenriss sichtbar. Die Achillessehne ist die Sehne, die die Muskeln an der Hinterseite des Unterschenkels (Wade) mit dem Fersenknochen verbindet.
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Mit Hilfe eines Röntgenbildes kann eine knöcherne Verletzung, besonders ein Ausriss der Achillessehne ausgeschlossen werden.
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Bei einer vollständigen Durchtrennung oder einem knöchernen Ausriss der Achillessehne muss eine Operation vorgenommen werden. Bei einem unvollständigen Riss kann jedoch eine nicht-operative Therapie in Betracht gezogen werden. Dazu wird der betroffene Fuß für mehrere Wochen stabilisiert.
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Nach der Operation wird ein Unterschenkelgips in Spitzfußstellung angelegt für etwa vier bis sechs Wochen. Nach jeweils zwei Wochen wird die Steilstellung reduziert.
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Eine Narbe am Bein bleibt sichtbar nach einer Achillessehnen-OP.
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Egal, ob der Achillessehnenriss konservativ oder operativ behandelt wurde, schließt sich eine Physiotherapie an die Behandlung an. Dabei wird mit einer Teilbelastung des betroffenen Fußes begonnen und sukzessive gesteigert sowie das Sprunggelenk mobilisiert.

aktualisiert am 03.04.2019

Autoren
V. Kittlas Volker Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt
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