Morbus Sudeck

Lesezeit: 5 Min.

Was ist Morbus Sudeck?

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Beim Morbus Sudeck handelt es sich um eine schmerzhafte Schwellung am Arm oder Bein nach einer Verletzung oder Operation.
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Morbus Sudeck ist eine chronische Erkrankung, es kommt zur Schädigung und Schrumpfen (Atrophie) des Gewebes. Die betroffene Region (oft ist es die Hand) kann in ihrer Funkion erheblich eingeschränkt sein. Die Ursache ist bis jetzt völlig unbekannt.
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Meist tritt Morbus Sudeck in Folge einer Verletzung am Arm oder Bein auf. Schädigungen wie Brüche, Operationen, Quetschungen oder Gelenkverletzungen können zur Erkrankung führen.
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Gelegentlich kann der Morbus Sudeck auch nach einem Herzinfarkt oder bei anderen Herzerkrankungen auftreten. Oft ist es nicht klar, warum sich ein Morbus Sudeck entwickelt. Mediziner gehen von einer Veranlagung mancher Menschen aus.
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Das Leitsymptom ist eine schmerzhafte Schwellung, oft zeigt sich auch eine Überwärmung und bläuliche Verfärbung der betroffenen Stellen. Auch ein Temperaturunterschied zwischen den Gliedmaßen ist festzustellen.
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Im zweiten Stadion nimmt die Schwellung ab, die Schmerzen werden weniger, das Gewebe schrumpft (Atrophie) und die Haut wird blass. Im dritten Stadium zeigt sich ein deutlicher Gewebeschwund. Dieser befindet sich an Muskeln, Bindegewebe und Knochen.
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Im Zuge der Anamnese erfragt der Arzt Beschwerden, Krankengeschichte sowie vorherige Verletzungen. Das betroffene Körperteil wird auf Schmerzempfinden und Beweglichkeit untersucht, des Weiteren wird die Temperatur der Region gemessen und mit der gesunden Gliedmaße verglichen (Thermographie).
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Mit Medikamenten oder einer Nervenblockade können Schmerzen ausgeschaltet werden. Bei einem akuten Morbus Sudeck ist auch die Gabe von Cortison gerechtfertigt. Die weitere Schmerztherapie muss individuell an den Patienten angepasst werden.
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Begleitend können Lymphdrainagen und Krankengymnastik durchgeführt werden.
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Alternativmedizinische Behandlungen wie Akupunktur und Entspannungstechniken helfen vielen Menschen mit chronischen Erkrankungen. Sie können begleitend zur Schmerztherapie durchgeführt werden.
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Chronische Erkrankungen sind nicht nur körperlich sehr belastend. Oft hilft eine Psychotherapie und der Austausch mit Gleichgesinnten, um mit dieser Erkrankung umzugehen.
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Meist schlägt eine intensive Therapie des Morbus Sudeck gut an. Die Betroffenen haben später keine Beschwerden mehr und nur in wenigen Fällen Einschränkungen. Dennoch kann die Erkrankung immer wieder ausbrechen.



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aktualisiert am 29.05.2020

Autoren
V. Kittlas Volker Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt
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