Orthopädische Einschätzung – Supraspinatussehnenruptur
Ziel dieses Formulars ist eine unabhängige fachärztliche Einschätzung auf Basis der vorliegenden Befunde (MRT vom 28.09.2020, OP-Bericht vom 19.11.2020, klinischer Verlauf als Anhang am Ende). Es geht ausdrücklich nicht um eine rechtliche Bewertung, sondern um die medizinische Plausibilität.
Bitte kreuzen Sie die jeweils zutreffende Antwort an und ergänzen Sie ggf. kurze Hinweise.
1. Sprechen die MRT-Befunde (ansatznahe Ruptur, ödematöse Signalalterationen) eher für eine frische bzw. zeitnahe Läsion der Supraspinatussehne?
☐ Ja ☐ Nein ☐ Möglich / nicht eindeutig
Kurze fachliche Anmerkung (optional): _________________________________
2. Sind ödematöse Signalalterationen im tendomuskulären Übergang typischerweise ein Hinweis auf ein akutes oder subakutes Geschehen?
☐ Ja ☐ Nein ☐ Möglich / nicht eindeutig
Kurze fachliche Anmerkung (optional): _________________________________
3. Ist eine Patte-I-Ruptur ohne relevante Retraktion eher mit einer frischen bzw. zeitnah entstandenen Ruptur vereinbar als mit einer lange bestehenden degenerativen Ruptur?
☐ Ja ☐ Nein ☐ Möglich / nicht eindeutig
Kurze fachliche Anmerkung (optional): _________________________________
4. Spricht eine gute Mobilisierbarkeit der Sehne und spannungsfreie Refixation im OP eher gegen eine lange vorbestehende degenerative Ruptur?
☐ Ja ☐ Nein ☐ Möglich / nicht eindeutig
Kurze fachliche Anmerkung (optional): _________________________________
5. Ist das Fehlen höhergradiger Retraktion ein Hinweis darauf, dass die Ruptur nicht lange vor dem operativen Eingriff bestanden hat?
☐ Ja ☐ Nein ☐ Möglich / nicht eindeutig
Kurze fachliche Anmerkung (optional): _________________________________
6. Ist es medizinisch plausibel, dass eine degenerativ vorgeschädigte Supraspinatussehne durch ein ruckartiges Abfangen eines Gewichts akut rupturiert oder komplettiert wird?
☐ Ja ☐ Nein ☐ Möglich / nicht eindeutig
Kurze fachliche Anmerkung (optional): _________________________________
7. Ist ein ruckartiges Abfangen biomechanisch anders zu bewerten als ein kontrolliertes Heben eines Gewichts?
☐ Ja ☐ Nein ☐ Möglich / nicht eindeutig
Kurze fachliche Anmerkung (optional): _________________________________
8. Ist ein beschwerdefreier Zustand vor dem Ereignis mit sofortigem Schmerz- und Kraftverlust danach typisch für eine unfallassoziierte Manifestation einer Sehnenruptur?
☐ Ja ☐ Nein ☐ Möglich / nicht eindeutig
Kurze fachliche Anmerkung (optional): _________________________________
9. Spricht der Seitenvergleich (degenerative Veränderungen beidseits, aber Ruptur und OP nur rechts) eher für ein zusätzliches auslösendes Ereignis auf der rechten Seite?
☐ Ja ☐ Nein ☐ Möglich / nicht eindeutig
Kurze fachliche Anmerkung (optional): _________________________________
10. Sind die vorliegenden Befunde aus Ihrer Sicht zwingend nur degenerativ erklärbar?
☐ Ja ☐ Nein ☐ Möglich / nicht eindeutig
Kurze fachliche Anmerkung (optional): _________________________________
Gesamteinschätzung (optional):
___________________________________________________________
Orthopädische Einschätzung – Anlagen
Die folgenden Anlagen sind Bestandteil des beigefügten Fragebogens „Orthopädische Einschätzung – Supraspinatussehnenruptur“ und dienen ausschließlich als medizinische Entscheidungsgrundlage.
Es handelt sich um Originalbefunde bzw. wortgetreue Auszüge ohne rechtliche Bewertung.
Anlage 1
MRT Schulter rechts vom 28.09.2020 – Originalbefund
MRT Schulter nativ; rechts vom 28.09.2020
Klinische Angabe:
V. a. Ruptur der Bizepssehne proximal re.
Befund:
In der parakoronaren fettsaturierten Aufnahmesequenz wulstige Verdickung des AC-Gelenkes mit konsekutivem subartikulärem Impingement. Bei angedeuteter Hakenform des Akromions und zarten subakromialen osteophytären Anbauten potenzielles subacromiales Impingement.
Ödematöse Signalalterationen im tendomuskulären Übergang der Supraspinatussehne. Ansatznahe Ruptur der Supraspinatussehne.
Degenerative Faserteilläsion der Subscapularissehne. Die lange Bizepssehne kommt regelrecht im Sulcus bicipitis zur Abbildung. Intakte Darstellung des Bizepssehnenankers. Kein signifikanter Erguss im Glenohumeralgelenk.
Beurteilung:
Subartikuläres und subacromiales Impingement. Ansatznahe Ruptur der Supraspinatussehne. Degenerative Faserteilläsion der Subscapularissehne. Reizung der Bursa subacromiale/subdeltoidea. Hypertrophe AC-Gelenksarthrose.
Anlage 2
OP-Bericht Schulter rechts vom 19.11.2020 – relevanter Auszug
Diagnosen:
1. Supraspinatussehnenruptur (Patte I, Zanetti negativ) Schulter rechts
2. SLAP-IIa-Läsion mit ausgeprägter Bizepstendinitis
3. Subacromiales Outletimpingement
Intraoperativer Befund (Auszug):
Im Bereich des Supraspinatus-Footprints zeigt sich eine U-förmige Ruptur der Supraspinatussehne ohne höhergradige Retraktion (Patte-I-Situation). Der Sehnenstumpf ist sehr gut mobilisierbar und lässt sich spannungsfrei auf den Footprint adaptieren.
Nach Einbringen eines All-Suture-Ankers zeigt sich eine sehr gute und stabile Rekonstruktion mit guter Anheftung der Sehne auf dem originären Footprint.
Beurteilung:
Zustand nach arthroskopischer Supraspinatussehnenrekonstruktion mit subacromialer Dekompression. Gute intraoperative Sehnenqualität.
Herzlichen Dank für die Hilfe.
Ziel dieses Formulars ist eine unabhängige fachärztliche Einschätzung auf Basis der vorliegenden Befunde (MRT vom 28.09.2020, OP-Bericht vom 19.11.2020, klinischer Verlauf als Anhang am Ende). Es geht ausdrücklich nicht um eine rechtliche Bewertung, sondern um die medizinische Plausibilität.
Bitte kreuzen Sie die jeweils zutreffende Antwort an und ergänzen Sie ggf. kurze Hinweise.
1. Sprechen die MRT-Befunde (ansatznahe Ruptur, ödematöse Signalalterationen) eher für eine frische bzw. zeitnahe Läsion der Supraspinatussehne?
☐ Ja ☐ Nein ☐ Möglich / nicht eindeutig
Kurze fachliche Anmerkung (optional): _________________________________
2. Sind ödematöse Signalalterationen im tendomuskulären Übergang typischerweise ein Hinweis auf ein akutes oder subakutes Geschehen?
☐ Ja ☐ Nein ☐ Möglich / nicht eindeutig
Kurze fachliche Anmerkung (optional): _________________________________
3. Ist eine Patte-I-Ruptur ohne relevante Retraktion eher mit einer frischen bzw. zeitnah entstandenen Ruptur vereinbar als mit einer lange bestehenden degenerativen Ruptur?
☐ Ja ☐ Nein ☐ Möglich / nicht eindeutig
Kurze fachliche Anmerkung (optional): _________________________________
4. Spricht eine gute Mobilisierbarkeit der Sehne und spannungsfreie Refixation im OP eher gegen eine lange vorbestehende degenerative Ruptur?
☐ Ja ☐ Nein ☐ Möglich / nicht eindeutig
Kurze fachliche Anmerkung (optional): _________________________________
5. Ist das Fehlen höhergradiger Retraktion ein Hinweis darauf, dass die Ruptur nicht lange vor dem operativen Eingriff bestanden hat?
☐ Ja ☐ Nein ☐ Möglich / nicht eindeutig
Kurze fachliche Anmerkung (optional): _________________________________
6. Ist es medizinisch plausibel, dass eine degenerativ vorgeschädigte Supraspinatussehne durch ein ruckartiges Abfangen eines Gewichts akut rupturiert oder komplettiert wird?
☐ Ja ☐ Nein ☐ Möglich / nicht eindeutig
Kurze fachliche Anmerkung (optional): _________________________________
7. Ist ein ruckartiges Abfangen biomechanisch anders zu bewerten als ein kontrolliertes Heben eines Gewichts?
☐ Ja ☐ Nein ☐ Möglich / nicht eindeutig
Kurze fachliche Anmerkung (optional): _________________________________
8. Ist ein beschwerdefreier Zustand vor dem Ereignis mit sofortigem Schmerz- und Kraftverlust danach typisch für eine unfallassoziierte Manifestation einer Sehnenruptur?
☐ Ja ☐ Nein ☐ Möglich / nicht eindeutig
Kurze fachliche Anmerkung (optional): _________________________________
9. Spricht der Seitenvergleich (degenerative Veränderungen beidseits, aber Ruptur und OP nur rechts) eher für ein zusätzliches auslösendes Ereignis auf der rechten Seite?
☐ Ja ☐ Nein ☐ Möglich / nicht eindeutig
Kurze fachliche Anmerkung (optional): _________________________________
10. Sind die vorliegenden Befunde aus Ihrer Sicht zwingend nur degenerativ erklärbar?
☐ Ja ☐ Nein ☐ Möglich / nicht eindeutig
Kurze fachliche Anmerkung (optional): _________________________________
Gesamteinschätzung (optional):
___________________________________________________________
Orthopädische Einschätzung – Anlagen
Die folgenden Anlagen sind Bestandteil des beigefügten Fragebogens „Orthopädische Einschätzung – Supraspinatussehnenruptur“ und dienen ausschließlich als medizinische Entscheidungsgrundlage.
Es handelt sich um Originalbefunde bzw. wortgetreue Auszüge ohne rechtliche Bewertung.
Anlage 1
MRT Schulter rechts vom 28.09.2020 – Originalbefund
MRT Schulter nativ; rechts vom 28.09.2020
Klinische Angabe:
V. a. Ruptur der Bizepssehne proximal re.
Befund:
In der parakoronaren fettsaturierten Aufnahmesequenz wulstige Verdickung des AC-Gelenkes mit konsekutivem subartikulärem Impingement. Bei angedeuteter Hakenform des Akromions und zarten subakromialen osteophytären Anbauten potenzielles subacromiales Impingement.
Ödematöse Signalalterationen im tendomuskulären Übergang der Supraspinatussehne. Ansatznahe Ruptur der Supraspinatussehne.
Degenerative Faserteilläsion der Subscapularissehne. Die lange Bizepssehne kommt regelrecht im Sulcus bicipitis zur Abbildung. Intakte Darstellung des Bizepssehnenankers. Kein signifikanter Erguss im Glenohumeralgelenk.
Beurteilung:
Subartikuläres und subacromiales Impingement. Ansatznahe Ruptur der Supraspinatussehne. Degenerative Faserteilläsion der Subscapularissehne. Reizung der Bursa subacromiale/subdeltoidea. Hypertrophe AC-Gelenksarthrose.
Anlage 2
OP-Bericht Schulter rechts vom 19.11.2020 – relevanter Auszug
Diagnosen:
1. Supraspinatussehnenruptur (Patte I, Zanetti negativ) Schulter rechts
2. SLAP-IIa-Läsion mit ausgeprägter Bizepstendinitis
3. Subacromiales Outletimpingement
Intraoperativer Befund (Auszug):
Im Bereich des Supraspinatus-Footprints zeigt sich eine U-förmige Ruptur der Supraspinatussehne ohne höhergradige Retraktion (Patte-I-Situation). Der Sehnenstumpf ist sehr gut mobilisierbar und lässt sich spannungsfrei auf den Footprint adaptieren.
Nach Einbringen eines All-Suture-Ankers zeigt sich eine sehr gute und stabile Rekonstruktion mit guter Anheftung der Sehne auf dem originären Footprint.
Beurteilung:
Zustand nach arthroskopischer Supraspinatussehnenrekonstruktion mit subacromialer Dekompression. Gute intraoperative Sehnenqualität.
Herzlichen Dank für die Hilfe.