EHEC - Hämolytisch-urämisches Syndrom - HUS

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Eine EHEC-Infektionen kann zu einem akuten Nierenversagen führen

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Infektionen mit dem enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC) treten weltweit auf und werden in den meisten Fällen durch Nahrungsmittel aufgenommen. Das Bakterium wurde erstmals 1977 entdeckt als die Infektion durch den Verzehr von kontaminierten Burgern ausbrach.
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Escherichia coli wird als E.coli abgekürzt oder auch als Kolibakterien bezeichnet. Es handelt sich um ein gramnegatives, säurebildendes und begeißeltes Bakterium, das sowohl im menschlichen Körper als auch bei Tieren vorkommt.
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Aufgenommen wird der Erreger durch verunreinigte Lebensmittel. Insbesondere Fleisch und Wurstwaren spielen hierbei eine große Rolle. Auch Rohmilchprodukte oder Apfelsaft, sowie verunreinigtes Trinkwasser können zur Infektion führen.
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Das Trinken von verunreinigtem Badewasser oder der Kontakt mit kontaminierten Gegenständen kann zur Infektion führen. Auch eine Übertragung von Tier zu Mensch, zum Beispiel im Streichelzoo, ist möglich.
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Die Infektion führt zu unangenehmen Magen-Darm-Beschwerden. Die Durchfälle können wässrig oder blutig sein und von Übelkeit begleitet werden.
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Bei einer E. coli-Infektion können schwerwiegende Komplikationen auftreten. Das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) führt zu einer Erkrankung der kleinen Blutgefäße in der Niere. Es kann zu einem dialysepflichtigen akuten Nierenversagen kommen.
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Eine weitere Komplikation ist die thrombozytopenische Purpura, TTP abgekürzt, die zu Hautblutungen, einer hämolytische Anämie (Blutarmut) sowie neurologische Komplikationen führen kann
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Der Erreger kann aus einer Stuhlprobe angezüchtet werden. Eine antibiotische Therapie ist bei einer E. coli Infektion nicht angeraten, es werden lediglich die Symptome der Krankheit behandelt. Ein komplikationsloser Verlauf dauert in der Regel zwei bis acht Tage.
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Bei Brech- und Durchfallerkrankungen besteht immer die Gefahr der Austrocknung und Elektrolytentgleisungen, daher sollte immer auf ausreichend Flüssigkeit geachtet werden.
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Zwischen Erzeuger und Verbraucher sollte immer die Kühlkette und Lebensmittelhygiene eingehalten werden. Im eigenen Haushalt gilt es, sich vor der Nahrungsmittelzubereitung die Hände zu waschen. Auch Obst und Gemüse sollten vor dem Verzehr gewaschen werden.
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Vermeiden Sie Rohmilchprodukte und waschen Sie sich nach dem Kontakt mit potenziell infektiösen Tieren die Hände gründlich.

Letzte Aktualisierung am 28.09.2018.

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