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MedizinforumForum für Orthopädie

Heftige Ischiasschmerzen nach LWS-Blockaden

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28 Beiträge - 3084 Aufrufe
?
cat.2208  fragt am 13.01.2015
Ich hatte nach einem kleinen Unfall zwei Wirbelblockaden im
Bereich LWS-ISG, die von meiner Ärztin gelöst wurden. Sie versteht
sich auf Chiropraktik. Seitdem bin ich zwar wieder "gerade", aber
habe, da die zweite Blockade erst nach den Weihnachtsfeiertgen
behandelt werden konnte und ich zwei Wochen damit rumgelaufen bin, massive Ischiasschmerzen, die ins Bein ausstrahlen. Kann
zeitweise kaum laufen und nachts auch vor Schmerzen schlecht
liegen trotz Stufenlagerung. Meine Ärztin und auch der Heilpraktiker
sind der Überzeugung, diese Schmerzen kommen durch eine
massive Entzündung im Bereich der Blockade, die jetzt den Ischiasnerv in Mitleidenschaft zieht. Ich habe Wärme, Dehnungsübungen, Stufenlagerung, Schmerzmittel, Cortison,
Akupunktur versucht, nichts greift bisher.
Meine Ärztin will mich zwar schon zum Orhtopäden überweisen,
aber nicht zum MRT, sei nicht nötig, ich habe kein Kribbeln oder
Lähmungserscheinungen usw. Nur Schmerzen.
Was könnte der Besuch beim Orthopäden bringen? Ausser einem
Röntgenbild der Wirbelsäule. Die Bandscheiben und Ähnliches sind
ja darauf nicht zu sehen. Ich bin ratlos, unsicher, was ich als
nächstes tun soll.

Wäre dankbar für einen ernstgemeinten Rat.

Cat.2208

Beitrag meldenAntworten

Portrait Dr. med. Peter Stehling, Privatarztpraxis Dr. Lothar Weiss/Dr. Peter Stehling, Karlsruhe-Durlach, Chirurg, Orthopäde
Dr. Stehling  sagt am 13.01.2015
Hallo cat.2208,
lassen Sie sich zum Orthopäden überweisen, der wird Sie dann zum MRT schicken.
Auch ohne neurologische Ausfälle (Lähmung, Gefühlsstörung, Reflexverlust) ist bei langanhaltenden Schmerzen wie bei Ihnen ein MRT indiziert.
Nur so lassen sich definitiv die Ursachen Ihrer Schmerzen abklären.
Da Sie ja schon weitgehende Therapien versucht haben, bleibt nur dieser Weg.
Übrigens Wärme sollten Sie weglassen, kein Rotlicht, kein Wärmestrahler, das verschlimmert die Schmerzen.
Sie können mir ja gerne mal Rückmeldung geben wie´s weiterging.
Ihnen gute Besserung
Dr. P. Stehling aus Karlsruhe

Beitrag meldenAntworten

 
cat.2208  sagt am 13.01.2015
Sehr geehrter Herr Dr. Stehling.

Zuerst einmal bedanke ich mich herzlich für Ihre schnelle Antwort.

Ich möchte gerne noch etwas hinzufügen. Ich hatte auch schon
Angst vor einem Bandscheibenvorfall, aber manchmal kann ich
auch kurzzeitig ohne Schmerzen gehen. Und dann sind sie wieder
schlimm. Das finde ich so merkwürdig. Wenn es ein Bandscheiben
vorfall wäre, könnten die Schmerzen doch nicht plötzlich, z. B.
manchmal, nachdem ich gesessen oder gelegen habe, verschwunden sein und
gleich danach wieder auftreten.

Und Cortison habe ich erst drei Tage 1 Tbl. (Prednisolon 50mg)
genommen und heute 1/2 lt. Anweisung meiner Ärztin. Könnte
es bei massiver Entzündung länger dauern, bis das Mittel greift?
Das wurde mir so gesagt.

Ich wäre Ihnen für eine nochmalige kurze Antwort sehr dankbar.

Ich hoffe nur, wenn ich zum Orthopäden gehe, kriege ich da nicht
nur wieder Schmerzmittel und das war's. Das habe ich so schon
öfter gehört.

Ich danke Ihnen vielmals für Ihre Mühe.

Mit freundliche Grüssen

cat.2208

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cat.2208  sagt am 13.01.2015
Sehr geehrter Herr Dr. Stehling.

Zuerst einmal bedanke ich mich herzlich für Ihre schnelle Antwort.

Ich möchte gerne noch etwas hinzufügen. Ich hatte auch schon
Angst vor einem Bandscheibenvorfall, aber manchmal kann ich
auch kurzzeitig ohne Schmerzen gehen. Und dann sind sie wieder
schlimm. Das finde ich so merkwürdig. Wenn es ein Bandscheiben
vorfall wäre, könnten die Schmerzen doch nicht plötzlich, z. B.
manchmal, nachdem ich gesessen oder gelegen habe, verschwunden sein und
gleich danach wieder auftreten.

Und Cortison habe ich erst drei Tage 1 Tbl. (Prednisolon 50mg)
genommen und heute 1/2 lt. Anweisung meiner Ärztin. Könnte
es bei massiver Entzündung länger dauern, bis das Mittel greift?
Das wurde mir so gesagt.

Ich wäre Ihnen für eine nochmalige kurze Antwort sehr dankbar.

Ich hoffe nur, wenn ich zum Orthopäden gehe, kriege ich da nicht
nur wieder Schmerzmittel und das war's. Das habe ich so schon
öfter gehört.

Ich danke Ihnen vielmals für Ihre Mühe.

Mit freundliche Grüssen

cat.2208

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cat.2208  sagt am 13.01.2015
Sehr geehrter Herr Dr. Stehling.

Zuerst einmal bedanke ich mich herzlich für Ihre schnelle Antwort.

Ich möchte gerne noch etwas hinzufügen. Ich hatte auch schon
Angst vor einem Bandscheibenvorfall, aber manchmal kann ich
auch kurzzeitig ohne Schmerzen gehen. Und dann sind sie wieder
schlimm. Das finde ich so merkwürdig. Wenn es ein Bandscheiben
vorfall wäre, könnten die Schmerzen doch nicht plötzlich, z. B.
manchmal, nachdem ich gesessen oder gelegen habe, verschwunden sein und
gleich danach wieder auftreten.

Und Cortison habe ich erst drei Tage 1 Tbl. (Prednisolon 50mg)
genommen und heute 1/2 lt. Anweisung meiner Ärztin. Könnte
es bei massiver Entzündung länger dauern, bis das Mittel greift?
Das wurde mir so gesagt.

Ich wäre Ihnen für eine nochmalige kurze Antwort sehr dankbar.

Ich hoffe nur, wenn ich zum Orthopäden gehe, kriege ich da nicht
nur wieder Schmerzmittel und das war's. Das habe ich so schon
öfter gehört.

Ich danke Ihnen vielmals für Ihre Mühe.

Mit freundliche Grüssen

cat.2208

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cat.2208  sagt am 13.01.2015
Sehr geehrter Herr Dr. Stehling.

Entschuldigen Sie, meine letzte Nachricht wurde scheinbar 3 mal
an Sie gesendet, ich weiss leider nicht, warum.

Freundliche Grüsse
cat.2208

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Portrait Dr. med. Peter Stehling, Privatarztpraxis Dr. Lothar Weiss/Dr. Peter Stehling, Karlsruhe-Durlach, Chirurg, Orthopäde
Dr. Stehling  sagt am 13.01.2015
Hallo Cat 2208
es muss nicht gleich ein Bandscheibenvorfall sein, es kann auch "nur" eine Vorwölbung sein, die dann solche Symptome verursacht. Auch die ab und zu bestehende Schmerzfreiheit je nach Position und Lage ist typisch. Das mit dem Cortison ist vertretbar sofern es bald wieder ausgeschlichen wird...... und etwas Geduld !!!!
Dennoch : Orthopäde - MRT zur weiteren Abklärung. Eine korrekte Behandlung kann erst nach einer exakten Diagnose erfolgen.
Nach MRT können Sie mir ja mal Rückmeldung geben.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. P. Stehling

Beitrag meldenAntworten

 
cat.2208  sagt am 13.01.2015
Hallo Herr Dr. Stehling,

nochmals Danke an Sie.
Ich habe schon telefoniert und bereits für morgen einen Termin
bei einem Orthopäden ergattert.

Darf ich nochmals eine letzte kurze Frage stellen?
Was ist denn die medizinische Vorgehensweise bei einer
Bandscheibenvorwölbung?

Ich werde Ihnen gerne eine Rückmeldung geben nach dem Orthopäden-Besuch.

Nochmals vielen Dank für ihre Mühe.

Freundliche Grüsse

cat.2208

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Portrait Dr. med. Peter Stehling, Privatarztpraxis Dr. Lothar Weiss/Dr. Peter Stehling, Karlsruhe-Durlach, Chirurg, Orthopäde
Dr. Stehling  sagt am 13.01.2015
Hallo cat.2208,
Gratulation, dass Sie so schnell einen Termin beim Orthopäden erhielten.
Zu Ihrer Frage : eine Behandlung wie bei einem Bandscheibenvorfall, der konservativ behandelt wird.
Berichten Sie mir gerne über den weiteren Verlauf
Gruß
Dr. Stehling

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cat.2208  sagt am 13.01.2015
Nochmals danke ich Ihnen herzlich für Ihre Beratung. Das war sehr
hilfreich für mich. Jetzt fühle ich mich schon viel sicherer in dem,
was ich tun sollte.
Ich bin selbst erstaunt und froh über den schnellen Termin beim
Orthopäden. :-)
Jetzt kann es weitergehen.
Ich berichte ihnen gerne weiterhin.

Bis dahin ganz herzliche Grüsse
cat.2208

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cat.2208  sagt am 13.01.2015
Nochmals danke ich Ihnen herzlich für Ihre Beratung. Das war sehr
hilfreich für mich. Jetzt fühle ich mich schon viel sicherer in dem,
was ich tun sollte.
Ich bin selbst erstaunt und froh über den schnellen Termin beim
Orthopäden. :-)
Jetzt kann es weitergehen.
Ich berichte ihnen gerne weiterhin.

Bis dahin ganz herzliche Grüsse
cat.2208

Beitrag meldenAntworten

 
cat.2208  sagt am 14.01.2015
Guten Tag, Herr Dr. Stehling.

Ich melde mich schon heute kurz bei Ihnen zurück, da ich bereits
beim Orhopäden war. Auf dem Röntgenbild zeigte sich, dass zwischen zwei Wirbeln etwas weniger Platz ist als zwischen den
restlichen. Das könnte seiner Meinung nach auf eine Vorwölbung
der Bandscheibe hindeuten. Er hat mich nun zum CT überwiesen,
nicht zum MRT, wie ich erwartet hatte. Für ein weiteres Gespräch
oder Fragen gab es leider keine Möglichkeit mehr.

Ich möchte Sie hier gerne fragen, ob ein CT denn in meinem Fall
sinnvoller ist als ein MRT. Kann man nicht bein MRT etwas wie
eine Bandscheibenvorwölbung, Entzündungen usw. deutlicher
erkennen als beim CT? Ausserdem ist doch die schädliche Strahlung beim MRT nicht gegeben. Wäs ist Ihrer Meinung nach
am Sinnvollsten?

Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr verbunden. Ich bin da
etwas unsicher. Und meine Hausärztin ist heute leider nicht mehr
zu erreichen.

Herzliche Grüsse und Danke im Voraus.

cat.2208

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cat.2208  sagt am 14.01.2015
Guten Tag, Herr Dr. Stehling.

Ich melde mich schon heute kurz bei Ihnen zurück, da ich bereits
beim Orhopäden war. Auf dem Röntgenbild zeigte sich, dass zwischen zwei Wirbeln etwas weniger Platz ist als zwischen den
restlichen. Das könnte seiner Meinung nach auf eine Vorwölbung
der Bandscheibe hindeuten. Er hat mich nun zum CT überwiesen,
nicht zum MRT, wie ich erwartet hatte. Für ein weiteres Gespräch
oder Fragen gab es leider keine Möglichkeit mehr.

Ich möchte Sie hier gerne fragen, ob ein CT denn in meinem Fall
sinnvoller ist als ein MRT. Kann man nicht bein MRT etwas wie
eine Bandscheibenvorwölbung, Entzündungen usw. deutlicher
erkennen als beim CT? Ausserdem ist doch die schädliche Strahlung beim MRT nicht gegeben. Wäs ist Ihrer Meinung nach
am Sinnvollsten?

Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr verbunden. Ich bin da
etwas unsicher. Und meine Hausärztin ist heute leider nicht mehr
zu erreichen.

Herzliche Grüsse und Danke im Voraus.

cat.2208

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cat.2208  sagt am 14.01.2015
Guten Tag, Herr Dr. Stehling.

Ich melde mich schon heute kurz bei Ihnen zurück, da ich bereits
beim Orhopäden war. Auf dem Röntgenbild zeigte sich, dass zwischen zwei Wirbeln etwas weniger Platz ist als zwischen den
restlichen. Das könnte seiner Meinung nach auf eine Vorwölbung
der Bandscheibe hindeuten. Er hat mich nun zum CT überwiesen,
nicht zum MRT, wie ich erwartet hatte. Für ein weiteres Gespräch
oder Fragen gab es leider keine Möglichkeit mehr.

Ich möchte Sie hier gerne fragen, ob ein CT denn in meinem Fall
sinnvoller ist als ein MRT. Kann man nicht bein MRT etwas wie
eine Bandscheibenvorwölbung, Entzündungen usw. deutlicher
erkennen als beim CT? Ausserdem ist doch die schädliche Strahlung beim MRT nicht gegeben. Wäs ist Ihrer Meinung nach
am Sinnvollsten?

Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr verbunden. Ich bin da
etwas unsicher. Und meine Hausärztin ist heute leider nicht mehr
zu erreichen.

Herzliche Grüsse und Danke im Voraus.

cat.2208

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Portrait Dr. med. Peter Stehling, Privatarztpraxis Dr. Lothar Weiss/Dr. Peter Stehling, Karlsruhe-Durlach, Chirurg, Orthopäde
Dr. Stehling  sagt am 14.01.2015
Hallo cat.2208
Na ja, ich hätte auch lieber eine MRT empfohlen, aber auf dem CT sieht man auch einen Bandscheiben- Vorfall oder- Vorwölbung. Oft ist es das Problem, dass ein CT schneller zur Verfügung steht, eine Kernspintomographie kann oft von der Terminvergabe länger gehen. Je nachdem wo Sie wohnen eher ländlich oder in der Großstadt kann es zeitliche Unterschiede geben. Die Strahlenexposition ist natürlich gegeben, hier kommt es auf Ihr Alter an, ob das im Sinne einer schnellen Diagnose vertretbar ist. Also ich empfehle Ihnen durchaus jetzt das CT zur schnellen Diagnose wahrzunehmen. Wann haben Sie einen Termin erhalten ?
Grüße und schönen Abend
Dr. Stehling

Beitrag meldenAntworten

 
cat.2208  sagt am 14.01.2015
Hallo Herr Dr. Stehling.

Ich danke für Ihre Antwort.

Ich habe noch keinen Termin für die CT. Darum kann ich mich erst
morgen kümmern, heute habe ich niemanden mehr erreicht.
Ich werde aber morgen zuerst nochmal beim Orthopäden anrufen und wegen MRT nachfragen. Dann höre ich ja, wie er sich äussert.

Also wir leben eher ländlich, aber schon in
Stadtnähe. Mehrere grössere Krankenhäuser in der Nähe. Ich
hoffe, das klappt einigermassen mit dem Termin. Wenn er auf
dem CT besteht, werde ich das natürlich machen lassen.

Wenn Sie erlauben, werde ich Ihnen nochmals berichten, was
ich erreicht habe. Nochmals danke.

Freundliche Grüsse und auch Ihnen einen schönen Abend.

cat.2208

Beitrag meldenAntworten

 
cat.2208  sagt am 21.01.2015
Hallo Herr Dr. Stehling.

Ich wollte Ihnen nochmal ein feedback geben.

Jetzt habe ich durch LWS-CT erfahren, dass ich tatsächlich einen
Bandscheibenvorfall und zusätzlich eine Vorwölbung habe.
Der Orthopäde hat mir zunächst Schmerzmittel (Piroxicam 20mg)
verschrieben, 2x tgl. 1/2 Tabl. Er meint, nach ca. 1 Woche müsste
eine Besserung der Schmerzen eintreten, dann könnte ich es zusätzlich mit
Physiotherapie versuchen. Das ist im Moment alles, was gemacht
wird.
Ich würde mich freuen, wenn Sie mir Ihre Meinung dazu schreiben
würden. Gibt es noch etwas, das ich von mir aus tun könnte?
Wie ist Ihre Meinung?

Vielen Dank schon im Voraus.
Herzliche Grüsse
cat.2208

Beitrag meldenAntworten

Portrait Dr. med. Peter Stehling, Privatarztpraxis Dr. Lothar Weiss/Dr. Peter Stehling, Karlsruhe-Durlach, Chirurg, Orthopäde
Dr. Stehling  sagt am 23.01.2015
Hallo cat2208
besten Dank für Ihre Rückmeldung. Ich habe mir das so vorgestellt.
Außer der Schmerzmedikation mit Piroxicam empehle ich noch ein "Entwässerungsmittel" wie Furosemid 20 mg (z.B.Lasix 20 mg) 1 Tabl. morgens einzunehmen, dennoch viel Wasser, Tee o.ä. trinken, das führt zu einer schnelleren "Austrocknung " des Bandscheibengewebes. Die Krankengymnastik sollte erst nach Schmerzreduktion vorsichtig aufgebaut werden. Se müssen Geduld haben, das kann langwierig sein.
Ich hoffe Ihnen ein wenig geholfen zu haben.
Mit den besten Wünschen für eine rasche Genesung
Dr. Stehling

Beitrag meldenAntworten

 
cat.2208  sagt am 23.01.2015
Guten Tag Herr Dr. Stehling

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Wegen des Entwässerungsmittels werde ich den Arzt nochmal
ansprechen. Darauf hat mich noch niemand hingewiesen. Vielen
Dank.
Ich wollte Sie gerne noch fragen, ob sie Erfahrungen mit dem
Mittel Piroxicam haben, ob dieses Mittel in einem Fall wie meinem
eine gute Wahl ist. Der Orthopäde meinte, ich müsste nach ca.
einer Woche schon eine positive Wirkung spüren, solle das Medikament zunächst mal ca. 3 Wochen einnehmen.
Wie Sie auch sagen, Krankengymnastik erst, wenn eine deutliche
Besserung der Schmerzen zu verzeichnen ist.

Und Geduld muss ich wohl haben, das sagt mir jeder, aber auch,
das wird sich alles bessern und die Schmerzen und Einschränkungen werden langsam zurückgehen, so dass ich dann
wieder weitestgehend uneingeschränkt aktiv sein kann. Das hoffe
ich wirklich sehr. Ich gebe zu, Geduld ist nicht gerade meine starke
Seite. Ein Freund von mir sagte schon: "Hoffentlich kannst du bald
wieder wirbeln, so wie ich dich kenne." :-)
Ich werde trotz Schmerzen versuchen, positiv zu denken.

Ich stelle auch fest, dass die Schmerzen in ihrer Intensität
variieren. Mal kann ich ganz gut laufen, spüre die Schmerzen
nur wenig, dann wieder sozusagen nur mit zusammengebissenen Zähnen. Deutet das auf irgendetwas hin? Das ist mir etwas
unverstädlich. Manchmal habe ich im rechten Bein und Fuss auch ein leichtes Kribbeln, aber keine Ausfallerscheinungen, Lähmungen usw. Ist das Kribbeln eine Auswirkung des Drucks auf den Ischiasnerv?

Ich wäre Ihnen für eine kurze Antwort bzgl. des Piroxicam und der wechselnden Schmerzintensität sehr
verbunden. Vielen Dank im Voraus.

Herzliche Grüsse
cat.2208

Beitrag meldenAntworten

Portrait Dr. med. Peter Stehling, Privatarztpraxis Dr. Lothar Weiss/Dr. Peter Stehling, Karlsruhe-Durlach, Chirurg, Orthopäde
Dr. Stehling  sagt am 23.01.2015
Hallo cat.2208,
Piroxicam ist schon o.K., natürlich auch jedes andere NSAR (cortisonfreies Antirheumatikum) wie Diclofenac o.ä. sollte dann aber mit einem Magenschutzpräparat z.B. Omeprazol 20 mg kombiniert werden. Und wie gesagt Furosemid 20 mg morgens ! dass Sie nicht nachts vermehrt zur Toilette müssen.
Sie müssen nur engmaschig beobachten, ob ein Kribbeln zunehmend in eine Gefühlsstörung oder gar Schwäche oder Lähmung der Beinmuskulatur einhergeht.
(Zehenspitzenstand und Hackenstand einbeinig auf der betroffenen Seite).
Es kann passieren, dass bei zunehmendem Druck auf den Nerv der Schmerz reduziert wird und die Lähmung zunimmt. Reflexe PSR und ASR können abgeschwächt oder negativ werden. Diesen Zeitpunkt darf man nicht verpassen !!! Andersherum ist es aber auch so, dass bei Regeneration des Nerven
der Prozess wieder rückwärts durchlaufen wird, also Gefühlsstörung und Lähmung verschwinden und der Schmerz nimmt in dieser Phase wieder zu. Deshalb ist eine engmaschige Kontrolle auch durch Sie selbst wichtig( und natürlich objektiviert durch Ihren behandelnden Orthopäden).
Also beobachten Sie sich, ohne in eine hypochondrische Gemütslage zu
verfallen -:)
Seien Sie gegrüßt mit den besten Genesungswünschen
Dr. Stehling

Beitrag meldenAntworten

 
cat.2208  sagt am 23.01.2015
Hallo Dr. Stehling.

Dann werde ich wegen des Magenschutzmedikamentes auch nochmal
mit dem Arzt sprechen. Ich verstehe nicht, dass der mir das nicht
gleich mit verschrieben hat.

Also Lähmungsgefühle habe ich nicht. Ich hoffe, das bleibt so. Und ich kann problemlos auf
den Fersen und Zenenspitzen gehen. Das ist auch nicht besonders
schmerzhaft. Und ich kann ich auch wieder hinunterbeuten, bis
die Hände ungefähr die Knöchel berühren. Das ging anfangs nicht. Das hat auch der Orthopäde
geprüft. Das ist ja dann wohl ein gutes Zeichen? Sehe ich das
richtig?

Liebe Grüsse
cat.2208

Beitrag meldenAntworten

Portrait Dr. med. Peter Stehling, Privatarztpraxis Dr. Lothar Weiss/Dr. Peter Stehling, Karlsruhe-Durlach, Chirurg, Orthopäde
Dr. Stehling  sagt am 23.01.2015
Das ist richtig.
Gute Voraussetzung für schnelle Genesung. Dann auch bald mit Rückenstabilisierender KG bzw. Krankengymnastik am Gerät beginnen,
nur nicht zu forciert. Rückengerechtes Verhalten beim Krankengymnasten erlernen.
LG
Dr. Stehling

Beitrag meldenAntworten

 
cat.2208  sagt am 23.01.2015
Danke für ihre Mühe. Ich frage soviel. :-)

Ich hoffe, die Ischiasschmerzen bessern sich bald. Die Lendenwirbelsäule in sich ist nicht mehr besonders schmerzhaft,
eben nur der Ischias. Ich hoffe, die Tabletten helfen, so dass
der Schmerz nachlässe und ich mit der Physiotherapie bald
beginnen kann.
Wenn ich noch eine Frage oder Unsicherheit habe, darf ich mich
hoffentlich nochmals an Sie wenden. Sie waren mir bisher eine
wirklich grosse Hilfe. Vielen Dank nochmals.

Herzliche Grüsse
cat.2208

Beitrag meldenAntworten

 
cat.2208  sagt am 07.02.2015
Guten Tag, Herr Dr. Stehling.

Ich möchte Sie gerne nochmals etwas fragen.
Ich hatte ja berichtet, dass mir der Orthopäde wegen meiner
heftigen Ischiasschmerzen nach einem Bandscheibenvorfall und
einer Vorwölbung Piroxicam verschrieben hat. Ich nehme diese
Tabletten jetzt seit zweieinhalb Wochen und spüre gar nichts,
keinerlei Besserung. Mir wurde zusätzlich ein magenschonendes
Mittel verschrieben, ein entwässerndes Mittel, wie sie empfohlen
haben, allerdings nicht.
Der Orthopäde sagte mir anfangs, ich müsste eigentlich nach
ca. einer Woche schon eine Veränderung spüren, aber bis jetzt
nichts. Und solange kann ich ja auch nicht mit der Krankengymnastik beginnen.
Er hat mir beim letzten Termin gesagt, ich soll die Tabletten
einfach erstmal weiternehmen. Ausserdem hat er mir auf dem
Rücken "herumgedrückt", ich sehe nicht, was das zeigen soll,
und nachdem tut mir jetzt alles eher noch mehr weh.
Der Schmerz hat, wie mir manchmal scheint, etwas die Position
gewechselt, aber es bessert sich eben nichts. Strahlt auch
weiterhin ins Bein und in den Fuss aus. Lähmungserscheinungen
und Ausfälle habe ich nicht. Fersen- und Zegengang sich auch
weiterhin - schmerzhaft - möglich.

Sollte ich ihrer Meinung nach so weitermachen oder etwas anderes
unternehmen? Ich bin mir langsam unsicher.

Wäre Ihnen sehr dankbar für eine Antwort.
Herzliche Grüsse

cat.2208

Beitrag meldenAntworten

Portrait Dr. med. Peter Stehling, Privatarztpraxis Dr. Lothar Weiss/Dr. Peter Stehling, Karlsruhe-Durlach, Chirurg, Orthopäde
Dr. Stehling  sagt am 09.02.2015
Hallo cat.2208
es sind ja jetzt erst mal 4 Wochen vergangen seit Einleitung der Behandlung.
Sie müssen sich sicher noch etwas gedulden. Schade dass Sie kein Entwässerungsmittel bekamen. Vielleicht könnten Sie mal nachfragen und darum bitten. Nehmen Sie noch das Cortison oder ist es schon ausgeschlichen worden ?
Was mich noch interessieren würde: Alter, Geschlecht, Hormoneinnahme falls weiblich ? Rauchen, Gewicht ?
Besten Dank für Ihre Rückmeldung. Die Beschwerden können oft bis zu einem halben Jahr andauern, oder man muss bei anhaltenden Schmerzen doch an eine OP denken. Aber jetzt erst mal Geduld.
Freundl. Grüße
Dr. Stehling

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