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MedizinforumForum für Orthopädie

OP bei Schambeinastbruch (Verdacht Pseudoarthrose) bei Osteoporose und Typ-1-Diabetes

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5 Beiträge - 347 Aufrufe
?
Dragomira  fragt am 30.09.2020
Hallo,
nachdem ich gerade so eine tolle Antwort gelesen habe zu einer ähnlichen Frage, suche ich nun Infos zu meiner brennenden Frage. Ich habe mir links den oberen und unteren Schambeinast ohne Sturz gebrochen, da ich gerade mal 52 Jahre jung bin, hatte keiner mit diesem Bruch gerechnet und so hat es zwei Monate gedauert, bis ich überhaupt erst eine Diagnose und Behandlung bekommen habe. Behandelt wurde konservativ von Beginn an mit Teilbelastung. Es wurde eine Osteoporose festgestellt, die nun mit Actonel behandelt wird, Vitamin D Mangel wird behandelt, durch eine Insulinpumpe der langjährige Diabetes besser eingestellt. Ich schaffe allerdings immer noch keine Vollbelastung (nach 6 Monaten), habe Schmerzen, zum Teil auch in Ruhe, die Brüche sind noch im Röntgen und MRT zu sehen, es zeigt sich ein überschießender Kallus. Ein CT wurde noch nicht gemacht, soll aber vor einer OP - zu der mir geraten wurde - gemacht werden. Hat jemand einen Tipp, ob es noch jenseits der OP Möglichkeiten der Heilung gibt, oder, wenn die OP die einzige Möglichkeit ist, ob es Kliniken mit spezieller Erfahrung gibt?
Ich bin dankbar für jeden Hinweis! Ich wünsche mir so sehr, wieder walken und wandern zu können.
Ganz herzlichen Dank also für Tipps, Dagmar

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Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 30.09.2020
Die Reihenfolge stimmt so nicht...
Erst das CT machen, und dann entscheiden, ob es operiert werden muss.
Das ct sollte insbesondere auch den hinteren Teil Des Beckenringes (Sacrum, isg) mit abbilden, da dies über das weitere Vorgehen entscheidet.
Grüße und gute Besserung aus der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau, Tobias Radebold

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Dragomira  sagt am 30.09.2020
Ganz ganz herzlichen Dank für die Rückmeldung - so finde ich es auch logisch. Ich werde mal versuchen, ein CT verordnet zu bekommen, nicht erst wie geplant kurz vor dem OP-Termin.
Kann es denn sein, dass ich viel zu früh und zu viel belastet habe und deshalb diese überschießende Kallusbildung erfolgt? Vielleicht kann ich ja selber durch mehr Ruhe doch noch eine stabile Heilung fördern? Und wenn doch OP - gibt es da spezielle Kliniken? Kann ich mir die selber aussuchen, z.B. auch weiter entfernt von Köln?
Herzlichen Dank auch für die Genesungswünsche, ich wünsche einen entspannten und angenehmen Abend in Ihre Richtung!

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Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 01.10.2020
Eine starke Kallusbildung ist Ausdruck einer guten Biologie/Durchblutung bei zu viel Bewegung im Bruch....
Theoretisch könnte also Ruhe helfen, praktisch kenne ich hier keine solchen Verläufe. Aber wer weiß? Den Versuch von nochmal 6 Wochen 20kg Teilbelastung könnte man machen.
Ihre Klinik können Sie sich aussuchen, Ihre Krankenkasse wird sich dann Wahrscheinlich allerdings weigern, eventuelle Mehrkosten des Krankentransportes zu übernehmen.

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Dragomira  sagt am 01.10.2020
Hallo Herr Radebold, noch einmal dankeschön für die tollen Informationen! Einen CT-Termin habe ich nun und das Schonprogramm wird heute begonnen - vielleicht entscheidet sich mein Knochen ja doch netterweise noch zur Heilung :-) Ansonsten verliere ich gerade mit mehr Wissen über die Verfahren und die Erfolgsaussichten auch etwas die Angst vor einer OP. Für weitere Infos bin ich immer dankbar!
Herzliche Grüße und einen schönen Abend!

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