Anisakiasis (Heringswurmkrankheit)

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Der Verzehr von rohem Seefisch birgt die Gefahr einer Anisakiasis

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Die Infektion durch Fadenwürmer wird als Anisakiasis beschrieben. Die Larven werden mit dem Verzehr von rohem Seefisch in den Körper aufgenommen.
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Fadenwürmer werden als Nematoden bezeichnet. Es handelt sich um weißlich bis farblose fadige Würmer, die extremen Bedingungen standhalten. Es können zahlreiche Arten von Fadenwürmern unterschieden werden, die sich ganz unterschiedlich ernähren.
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Unterschieden werden drei Arten der im menschlichen Körper lebenden Fadenwürmer. Unter dem Mikroskop lassen sich diese leicht unterscheiden. Sie finden sich vor allem in den Fischen Kabeljau, Hering und Tilapia.
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Die Symptome können schon nach einer Stunde bis nach fünf Tagen auftreten. Sie gehen mit heftigen Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall einher. Bei einem Befall der Speiseröhre werden die Larven oftmals ausgehustet und finden sich im Sputum (Auswurf) wieder.
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Die Beschwerden bestehen über die Lebensdauer der Würmer hinweg, im Durchschnitt drei Wochen. Durch den Abbau der Larven kann es zu Geschwülsten kommen, die wiederum einen Darmverschluss oder eine Durchlöcherung des Darms verursachen.
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In der Stuhlprobe lässt sich Blut nachweisen und in einer Blutuntersuchung sind die Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen erhöht. Im Zuge einer Endoskopie lassen sich die Larven, sowie die Geschwülste diagnostizieren. Auch eine Kontrastmitteluntersuchung kann aufschlussreich sein.
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Die Behandlung kann medikamentös mit speziellen Wirkstoffen erfolgen, jedoch liegen keine klinischen Studien über die Wirksamkeit vor. Am erfolgversprechendsten ist das mechanische Entfernen der Larven durch einen endoskopischen beziehungsweise chirurgischen Eingriff.
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Die sicherste Methode um eine Anisakiasis zu vermeiden, ist es, auf den Verzehr von rohem Fisch zu verzichten. Die Larven und Würmer werden auch beim Einfrieren des Fisches für mindestens 24 Stunden oder durch das Konservieren in Salzlauge abgetötet.

Letzte Aktualisierung am 07.02.2020.

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