Logo MEDPERTISE
MEDPERTISE
Login
  • Fachgebiete
    • Augen
    • Chirurgie
    • Frauen
    • Hals-Nase-Ohren
    • Haut
    • Herz
    • Innere Medizin
    • Mund-Kiefer-Gesicht
    • Nerven
    • Orthopädie
    • Psyche
    • Urologie
    • Zähne
  • Symptome
  • Krankheiten
    • Augenkrankheiten
    • Frauenkrankheiten
    • Hautkrankheiten
    • Herzkrankheiten
    • HNO-Erkrankungen
    • Innere Erkrankungen
    • Neurologische Krankheiten
    • Orthopädische Krankheiten
    • Psychische Krankheiten
    • Urologische Krankheiten
    • Infektionen
    • Krebs
  • Diagnose
    • Blutwerte
    • Augenuntersuchungen
    • Gynäkologische Untersuchungen
    • Herzuntersuchungen
    • HNO-Untersuchungen
    • Untersuchungen der inneren Organe
    • Orthopädische Untersuchungen
    • Radiologische Untersuchungen
    • Urologische Untersuchungen
  • Therapie & Operation
    • Therapien von A-Z
    • Operationen von A-Z
    • Ratgeber Operation
    • Allgemeinchirurgie
    • Augenoperationen
    • Gefäßchirurgie
    • Gynäkologische Operatioenn
    • Handchirurgie
    • Herzchirurgie
    • HNO-Operationen
    • Neurochirurgie
    • Orthopädische Operationen
    • Plastische Chirurgie
    • Thoraxchirurgie
  • Themen
    • Interviews mit Experten
    • Alternative Medizin
    • Traditionell Chinesische Medizin
    • Ernährung
    • Reisemedizin
    • Schwangerschaft und Geburt
    • News
    • Videos
  • Experten-Forum
  • Ärzte
    • Arztsuche nach Fachgebiet
    • Arztsuche nach Stadt
    • Für Ärzte: Neuer Arzteintrag
  • Folgen Sie uns:  Youtube
Menü Menü
MedizinforumForum für Orthopädie

Muss eine Teilruptur der distalen Bizepssehne operiert werden?

Thema abonnieren Jetzt Frage stellen
12 Beiträge - 1720 Aufrufe
?
Karsten1965  fragt am 31.05.2019
Ich bin Jahrgang 1965, vor acht Jahren erlitt ich bereits einen Komplettriß der DBS am linken Arm und weiß daher nur zu gut, wie lange das im Alltag extrem behindert. Die normale Beweglichkeit in der Supination und die volle Kraft sind trotz großer Motivation und Mühe nicht mehr erreicht worden.

Nun habe ich am anderen Arm beim Heben eines kleineren Möbelstücks eine Teilruptur der DBS am rechten Arm erlitten. Das Muskelrelief am Oberarm wirkt unverändert, Supination und Beugung sind vollständig möglich, wegen der Schmerzen und des ärztlichen Rats erfolgte aber kein Test wieviel Kraft ich mit dem Arm noch mobilisieren kann.

Während des Unfalls hörte ich ein nicht allzu lautes Geräusch, ähnlich eines reißenden Gummis, direkt danach verspürte ich den Schmerz. Nach kurzer Zeit bestand in Ruhe keinerlei Schmerz, bestimmte Bewegungen und unwillkürliches Muskelanspannen ließen augenblicklich Schmerzen einschießen, die direkt nach der Bewegung oder dem Entspannen wieder weg waren.

Am dritten Tag postraumatisch diskretes gelbliches Hämatom im der Mitte der Ellenbeuge, etwa 5 cm groß und nach wenigen Stunden wieder weg. An den Tagen vier und fünf posttraumatisch direkt über der DBS in der Ellenbeuge ein neues diskretes gelbliches Hämatom sowie eine mäßige Schwellung mit etwa 4 cm Durchmesser. Dünne gelbliche Streifen ab Ellenbeuge in Richtung Ringfinger und zum unteren Abschnitt des Bizeps. Schwellung und unterer Abschnitt des Bizeps druckdolent. Bei Bewegungen nur noch bei sehr wenigen Bewegungen kurzzeitige leichte Schmerzen. Belastungen wurden und werden weiter gemieden.

Behandlung bisher: 1x /d Arcoxia 60; die ersten zwei Tage gekühlt und Kompressionsverband; Hepathromb-Salbe 3x /d zum Abschwellen.

Die Frage ist nun, ob unter diesen Umständen eine OP notwendig ist, oder ob sich das wegen der nur teilweisen Ruptur - ggf. auch erst in einigen Monaten - von selbst repariert. Sollte die OP notwendig sein, wären dann postoperativ die gleichen Einschränkungen wie bei einer Totalruptur notwendig (Gipsschiene bzw. Orthese; die ersten 2 Wo Fixierung der Hand in Neutralstellung, nur schrittweise Freigabe der Armstreckung usw.)? Denn gegenwärtig kann ich den Arm ohne Probleme vollständig strecken, die Resthaltbarkeit der Sehne reicht dafür offensichtlich aus und wäre auch nach einer OP nicht weg.

Vielen Dank für Antworten.

Beitrag meldenAntworten

Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 01.06.2019
Schwierige Frage-wir operieren diese Teilrupturen nicht, da dies aus technischen Gründen minimalinvasiv nur geht, wenn man den Rest der Sehne auch noch abreißt oder durchtrennt, und ein offenes Vorgehen Zuviel Flurschaden macht.
Ohne Gewähr so von Ferne-wir besprechen das in Ruhe und warten in der Regel ab, ob der Rest der Sehne auch noch reißt-und operieren es dann ( was erstaunlich selten passiert)
6 Wochen keine Belastung, 3 Monate keine Maximalbelastung, kein Hallen- Mannschafts- oder Kontaktsport.
Grüße und gute Besserung aus der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau, Tobias Radebold

Beitrag meldenAntworten

 
Karsten1965  sagt am 01.06.2019
Vielen Dank für Ihre sehr hilfreiche Antwort, Herr Radebold. Gerade hinsichtlich des Flurschadens habe ich am anderen Arm meine Erfahrungen gemacht, dort hatte ich postoperativ über fast ein halbes Jahr erhebliche Mißempfindungen am Unterarm bis in die Hand. Der Unfallchirurg der die ambulante Nachsorge machte, empfahl als endgültige Höchstbelastung des Armes nichts mehr zu heben oder zu bewegen, das mehr als 5 kg schwer sei, besonders, wenn dabei der Arm gebeugt werden soll. Seither habe ich diesen operierten Arm betreffend eine "Bremse im Kopf", sobald ein schwererer Gegenstand zu bewegen ist, läuft in meinem Kopf erst ein Scan, ob der Arm wohl mit mehr als 5 kg belastet würde und ggf. habe ich es dann gemieden oder allein mit dem bis dato gesunden anderen Arm gemacht. Momentan habe ich deshalb ein doppeltes Handicap, weil nun auch mein seither im Alltag für alle schwereren Sachen benutzter rechter Arm ausfällt.

Beitrag meldenAntworten

 
DK69  sagt am 28.02.2024
Gute den Beitrag gefunden zu haben. Bei mir ergibt sich auch die Fragestellung ob OP oder nicht. Der Unfall ist bereits 5 Wochen her und in der Notaufnahme (wegen des wahrgenommenen reißenden Geräuschs beim Heben) wurde nur geröntgt und Verdacht auf Sehnenzerrung diagnostiziert.
Hausärztin zur Einholung zweiter Meinung an einen Chirurgen überwiesen, kein zeitnaher Termin. Zwischenzeitlich konnte ich normal bewegen und schleppte auch schon wieder 25kg Zementsäcke aus dem Baumarkt und ins Auto. Beim Chirurgen dann kurze Untersuchung, Verdacht Teilabriss DBS. Termin zum MRT wieder nicht zeitnah. Dort Abriß festgestellt und 15mm Retraktion des Stumpfes. Einweisung ins Krankenhaus bekommen.
Für mich stellt sich wirklich die Frage ob eine OP notwendig ist, denn ich bezweifle, dass es dort komplett ohne Nebenschäden ablaufen wird. Im Netz wird aber bei DBS Rupturen nahezu immer zur OP geraten.

Beitrag meldenAntworten

 
Karsten1965  sagt am 28.02.2024
Die Rupturen haben Ursachen. Entweder gab es eine mechanische Einwirkung auf die gespannte Sehne, etwa den Druck einer scharfen Kante, oder eine zu hohe Zugkraft / Belastung oder eine ruckartige Belastung. Ist man dann auch noch in der kritischen Altersgruppe für Sehnenrupturen, im Lebensalter zwischen ca. Mitte 40 und Ende 50, liegen oft degenerative Veränderungen des Sehnengewebes vor, die die Wahrscheinlichkeit einer Ruptur erhöhen.

Wenn man zur Risikogruppe gehört, ist der noch intakte Sehnenrest sicherlich auch nicht mehr voll belastbar, müßte aber ohne OP nun auch noch die Kraft mit übertragen, die sich vorher auf den vollen Sehnenquerschnitt verteilt hat. Das vergrößert die Gefahr, daß der Rest auch noch ruptiert, wenn man die Belastung nicht anpaßt / nicht anpassen kann (Beruf?).

Auf der anderen Seite garantiert eine OP keinen Erfolg, wie mein operierter linker Arm bewiesen hat. Dort hat der in den Knochen geschraubte Titananker nicht im Knochen gehalten, die Sehne ist daher nie mehr am Knochen angewachsen und die ganze OP und Reha waren für die Katz. Die allgemeinen Risiken einer OP von der Narkose bis zu Infektionen oder lädierten Nerven hat man auch.

Was ich nach der OP als furchtbar empfunden habe, war der Umstand, daß ich in den ersten Wochen quasi ein Pflegefall gewesen bin. Als Mensch der zwei Hände gewöhnt ist, ist der Alltag mit nur einer nutzbaren Hand eine unglaubliche Behinderung. Ob das Anziehen einer Hose, der Socken, die Körperpflege oder das Zubinden eines Schuhs, das geht mit nur einer Hand nicht oder nur sehr sehr schlecht. Man kann keine Flasche aufschrauben, je nach Arm keine Autotür bedienen, Autofahren sowieso 6 Wochen lang überhaupt nicht, so hart kam mir das Leben noch nie vor, wie in dieser Zeit.

Bedenkt man dann noch, daß der Zustand nach einer OP nicht zwingend besser sein muß, sondern im Einzelfall sogar deutlich schlechter, würde ich mir eine OP verkneifen, wenn es mir möglich wäre, mit der reduzierten Belastbarkeit zu leben. Das dürfte vor allem vom Job abhängen.

Sollte der Rest der Sehne dann eines Tages auch noch abreißen, ja dann ist die OP im Grunde alternativlos. Aber diesen Tag, so er überhaupt kommen sollte, kann man ja abwarten.

Beitrag meldenAntworten

 
DK69  sagt am 28.02.2024
Ja das mit dem Job könnte ein Problem sein. Vorstellung im Krankenhaus heute war weniger erfreulich, kein kurzfristiger Termin für Sprechstunde und OP Termin kann vorher nicht vergeben werden. Die Krankenhausbehandlung ist nicht als Notfall durch den Chirurgen gekennzeichnet worden (vermutlich weil das Ereignis bereits Ende Januar war). Dabei war Ende Januar in der Notaufnahme zunächst nur eine Zerrung diagnostiziert worden. Sehnenstumpf bereits 15mm zurückgezogen. Da wird ja mit weiterer OP Verzögerung sicher nicht besser und ich möchte eigentlich nicht, dass ein Stück Ersatzsehne aus dem Bein entnommen wird. Das ist nur eine weitere Baustelle dann.
Da ich bis zum MRT Befund ja zunächst nur von einer Zerrung ausging, habe ich letzte Woche bereits 25kg Zementsäcke aus dem Baumarkt getragen und ins Auto geladen. Das würde mir als "Restkraft" eigentlich reichen, das schaffen meine weiblichen Kollegen auf Arbeit nicht. Die machen den gleichen Job.

Beitrag meldenAntworten

 
Karsten1965  sagt am 28.02.2024
Die Verkürzung des Sehnenstumpfes läßt sich nicht mehr rückgängig machen. Das Zeitfenster für die operative Refixation beträgt im Regelfall nur zwei bis drei Wochen ab Ruptur. Da nicht einmal jetzt eine zeitnahe OP möglich sein soll, läuft es darauf hinaus, den vorhandenen Zustand nunmehr nur noch zu verwalten. Ich weiß ja nicht, wieviel anteilig von der Sehne ruptiert ist und wieviel noch intakt, das würde ja auch eine gewisse Prognose ergeben, ob man damit leben kann.

Das Problem des sich verkürzenden Sehnenstumpfes ist, daß infolge der Verkürzung die Sehne nicht mehr am anatomisch richtigen Punkt der Speiche angesetzt werden kann, weil man sonst den Arm nicht mehr ganz durchstrecken kann sondern er stets etwas gebeugt bleibt. Diese Minderlänge soll die woanders entnommene Sehne ausgleichen. Wenn man ohnehin nur noch diese Option hat, spielt es aus meiner Sicht keine Rolle mehr, wann man diese OP durchführt. Will sagen, man kann jetzt auch abwarten, vielleicht reicht die Restbelastbarkeit der Sehne für den persönlichen Bedarf ja aus. Falls nicht und es fliegt der Rest auch weg, kann man immer noch operieren und was dazwischen flicken. Denn darauf liefe es inzwischen leider auch dann hinaus, wenn man nunmehr demnächst operieren wollte. Ob dann 15 mm Fehllänge ersetzt werden, oder 25 mm, macht keinen Unterschied mehr. In beiden Fällen müßte man das Sehnenstück woanders mopsen.

Beitrag meldenAntworten

 
DK69  sagt am 28.02.2024
Ist schon ärgerlich, dass ich trotz Notaufnahme mit einer falschen Diagnose entlassen wurde und somit kostbare Zeit verloren ging.
Der MRT Befund lautet:

Beurteilung:
Ausriss der Bizepssehne am proximalen Radius, in der sagittalen Schnittführung sind einzelne Fasern fraglich noch durchgängig, Retraktion des Sehnenstumpfes um ca. 15 mm, umgebende Flüssigkeit.

Vielleicht halten die einzelnen Fasern ja noch ein wenig, denn aktuell kann ich den Arm frei bewegen und auch wieder Schlüssel in Türschlösser und auch Fensterklinken drehen. Da kann ich die OP dann vielleicht tatsächlich verschieben in die weniger aktive Jahreszeit.

Beitrag meldenAntworten

 
Karsten1965  sagt am 28.02.2024
"Fraglich noch durchgängig" klingt ja eher nach einer Komplettruptur. Die Supination der Hand gelingt noch? (Auswärtsrotation des Unterarmes, damit der Daumen nach außen zeigt)

Beitrag meldenAntworten

 
DK69  sagt am 28.02.2024
Ja. Armdrehung ok

Beitrag meldenAntworten

 
Karsten1965  sagt am 28.02.2024
Na dann ist das doch gar nicht so schlecht. Wobei ist die Ruptur überhaupt entstanden?

Beitrag meldenAntworten

 
DK69  sagt am 28.02.2024
Umzug. Anheben einer Couch nachdem die schon die Treppe hoch war und nur noch vom Flur ins letzte Zimmer sollte. War auch nicht schwer, nur unhandlich.

Beitrag meldenAntworten

Jetzt antworten

Previous1Weiter
TeilenTeilen
Mehr
Orthopädie
Verwandte Themen
  1. Sehnenverletzungen an Hand oder Unterarm
  2. In welchen Fällen ist bei einem Riss der Bizepssehne eine Operation erforderlich?
  3. Bizepssehnenriss
  4. Schmerzen in der Hand
  5. Infektion der Hand
Verwandte Forumsbeiträge
  1. Probleme Erbsenbein( Hand)Zusammenhang Kapandji
  2. Radiuskopfprothese und Ellenbogenprothese, Supination der Hand
  3. MRT bei Bizepssehne distal
  4. SL-Dissoziation und Ulna minus Variante
  5. Distaler Sehnenabriss Bizeps rechts?
  • miomedi
  • Start
  • Kontakt
  • Impressum
  • Disclaimer
  • AGB
  • Datenschutz
  • Privacy & Cookies