Brucellose - Malta-Fieber - Mittelmeerfieber

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Nach Verzehr von Ziegen- oder Schafskäse kann es zur Brucellose kommen

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Eine Brucellose oder das Malta-Fieber wird auch Mittelmeerfieber, Morbus Bang und Febris undulans genannt. Es handelt sich um eine bakterielle Infektionskrankheit im Mittelmeerraum, die gleichermaßen beim Menschen und Tieren vorkommt.
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Ausgelöst wird die Infektion durch Bakterien der Gattung Brucella. Das Mittelmeer- oder Maltafieber wird hauptsächlich bei Ziegen, Schafen und Kamelen nachgewiesen. Des Weiteren wird ein Morbus Bang, sowie eine Schweine- und Hunde-Brucellose unterschieden.
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Über Ausscheidungen der Tiere und den Verzehr von infiziertem, rohem Fleisch oder anderer ungekochter oder nicht pasteurisierter tierischer Produkte wie Ziegen-, Schafskäse oder Ricotta können sich Menschen mit den Bakterien anstecken. In Deutschland gelten die Tierbestände als brucellosefrei, daher kommt es eher bei Reisen in den Mittelmeerraum zur Infektion.
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Nur selten findet eine Übertragung von Mensch zu Mensch statt. Über die Muttermilch können infizierte Frauen den Erreger an das Kind weitergeben.
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Einige Berufsgruppen, die in häufigem Kontakt mit infizierten Tieren stehen, sind besonders gefährdet an einer Brucellose zu erkranken. Zu den Risikogruppen zählen Tierärzte, Schäfer und andere Landwirte mit Tierbestand, sowie Metzger.
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Nach etwa einer bis fünf Wochen bricht die Krankheit aus, es kommt zu Fieber mit Schüttelfrost, der mit Kopf- und Muskelschmerzen einhergeht. Die Krankheit kann phasenweise nachlassen und milder verlaufen.
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Ohne Behandlung chronifiziert sich die Krankheit. Die Infektion kann zu Entzündungen des Knochenmarks, der Wirbelsäule, der Hirnhäute und anderen Organen führen.
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Die Bakterien werden auf einem Nährboden im Labor herangezüchtet. Der Erreger kann aus einer Blutprobe, Liquor, Urin oder Gewebeproben gezüchtet werden. Auch der Nachweis von Antikörpern im Serum ist von klinischer Bedeutung.
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Die Behandlung einer Brucellose erfolgt mit Antibiotika. Bei chronischen Verläufen muss die Antibiose über mehrere Monate durchgeführt werden. Der Labornachweis der Krankheit ist meldepflichtig.



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Letzte Aktualisierung am 05.11.2018.

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