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MedizinforumForum für Orthopädie

Muskelverkürzung nach Umstellung

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7 Beiträge - 953 Aufrufe
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Minerva197844  fragt am 19.04.2017
2013 wurde mein Hüftkopf umgestellt, der Versuch vor TEP.
Schon die Heilphase war eine Katastrophe.
6 Monate Rolli, geplant waren wenige Wochen mit Gehhilfen.
Die Heilung verlief nicht plangemäss.
Heute darf ich langsam wieder Sport treiben.
Es wurde 1 Jahr nach Op festgestellt: Hüftbeugemuskel ca 3cm verkürzt, ebenso der vordere Oberschenkelmuskel von Leiste bis Knie.
Vermutlich durch jahrelange Fehlhaltung.
Physio und Rehasport waren erfolglos. Ich habe eine sehr starke Oberschenkelmuskulatur.
Bin fast 30 Jahre geritten.
Nun zur eigentlichen Frage:
Ich gehe zügig jeden Tag 10km.
Die Nächte danach sind eine Qual. Das Bein wird komplett steif.
Ich muss mich mit Armeinsatz umdrehen, das Bein quasi mitnehmen.
Derzeitige Therapie: 1200mg Magnesium (findet mein Darm unlustig), Akupunktur und Schmerzmittel. Da ich bereits einen Leberschaden habe durch viele Jahre Schmerzmittel verzichte ich weitestgehend darauf.
Einlagen tragen macht keinen Sinn....nun wirds kompliziert....
Im stehen ist das rechte Bein 3cm kürzer. Im liegen ist das linke kürzer. Verstanden habe ich das nicht, wurde aber von 3 Ärzten bestätigt.
Warum und wie habe ich nicht verstanden.
Wie bekomme ich die Muskelschmerzen in den Griff?
Ich muss dringend Kilos verlieren und mache auch gerne Sport.
Aber jedes Mal danach Krämpfe und Lähmungen kanns doch auch nicht sein......

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Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 22.04.2017
Wie ALT sind Sie?

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Minerva197844  sagt am 22.04.2017
Knapp 39.
Arthrose in beiden Hüftgelenken, Rotation stark eingeschränkt

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Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 23.04.2017
Man sollte natürlich nicht vorschnell entscheiden, aber mit einer fortgeschrittenen Arthrose und nach Ausschöpfen der konservativen Therapie kann auch in Ihrem Alter mal ein künstliches Hüftgelenk indiziert sein.

Zur konservativen Therapie gehört allerdings unbedingt auch die Gewichtsreduktion-und die hängt nicht am Sport, sondern an den zugeführten Kalorien....

Das dies leicht gesagt und schwer getan ist, ist mir durchaus bewusst. Aber dies ist der einzige Weg, den ich für Sie sehe: Gewicht runter, in Bewegung bleiben, und wen es dann wirklich nicht geht: Hüft-TEP. Auch in Ihrem Alter.

Grüße, tr.

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Minerva197844  sagt am 23.04.2017
Danke für die Einschätzung. Aber ändert das etwas an den Muskelproblemen?
Das Hüftgelenk selbst ist fast schmerzfrei. Ich kämpfe aber neben den Muskelproblemen mit ständigen ISG Blockaden und vorgekipptem Becken.
Wäre es theoretisch möglich, mit der TEP den Körper wieder auszugleichen?
Mit dem Gewicht haben Sie natürlich Recht. Dies war übrigens nicht die Ursache der Probleme. Bis 2014 war ich normalgewichtig. Nun sind es 10kg mehr, die kriege ich in den Griff.
Haben Sie noch eine Idee zu den Muskelkrämpfen? Könnte vlt ein TENSgerät helfen?
Oder Dehnübungen? Da sind die Ärzte zweigeteilter Meinung, da ich die tiefe Muskulatur nicht erreichen kann.
Eine Weile wurde ich geschröpft. Das hat sehr weh getan, mich schlussendlich aber überzeugt. Der Erfolg war toll.

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Rabbid  sagt am 31.07.2017
Hallo Minerva, falls Du hier noch mitliest, ein Tip von mir:

Beinlängendifferenzen sind häufig funktional und daß bei Dir zwischen stehen und sitzen ein Unterschied besteht, spricht besonders dafür. Die ISG-Blockaden könnten außerdem ein Hinweis auf eine Mitbeteiligung der Wirbelsäule sein. Ich würde das einem guten Chiropraktor vorstellen, der funktionale Fehlstellungen beseitigen könnte. Leider kenne ich nur einen wirklich guten in ganz Deutschland, zu dem ich selber noch immer fahre, obwohl ich inzwischen weit weg wohne: Dr. Urs Zimmermann aus Hannover. Bevor ich wegen sowas eine OP in Betracht ziehen würde, würde ich ganz sicher erst einmal bei ihm vorbeischauen.

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Minerva197844  sagt am 31.07.2017
Ich bin nun in guten Händen denke ich. Der jetzige Orthopäde hat mich mittels Akupunktur annähernd schmerzfrei bekommen.
Danke für deine Antwort

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