Hüftgelenk Prothese, Hüftgelenkersatz, künstliches Hüftgelenk

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Der Hüftgelenkersatz durch ein künstliches Hüftgelenk hat sich seit Jahrzehnten bewährt

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Meist im Alter oder durch starke Belastung des jeweiligen Gelenks kann es zu Schädigungen an der Hüfte kommen. In schweren Fällen wird ein Gelenkersatz in Form einer Hüftprothese notwendig.
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Das Hüftgelenk bildet die bewegliche Verbindung zwischen Becken und Oberschenkelknochen. Das obere Ende des Oberschenkelknochens wird als Hüftkopf (Oberschenkelkopf) und der Teil des Beckens, der den Hüftkopf umschließt als Hüftpfanne bezeichnet.
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Die häufigste Ursache, die zu einer Operation zum Einsatz einer Hüftprothese führt, ist die Hüftgelenksarthrose. Bei dieser Form der Arthrose ist der Knorpel von Hüftkopf und/oder Hüftpfanne beschädigt und führt zu Schmerzen im Hüft- und Leistenbereich.
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In der Regel wird an der Hüfte eine Totalendoprothese (TEP) eingepasst, die sowohl den Gelenkkopf als auch die Gelenkpfanne ersetzt. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten für die Hüftprothese beispielsweise eine Teilprothese oder eine Oberflächenersatz-Prothese.
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Ein künstliches Hüftgelenk nennt man auch Endoprothese. Dabei handelt es sich um ein Implantat, welches dauerhaft im Körper verbleibt und das geschädigte Gelenk ganz oder teilweise ersetzt. Die Haltbarkeit der Hüftgelenksprothese liegt bei ca. 15 Jahren oder auch deutlich länger.
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Das Material einer Endoprothese muss robust und belastungsfähig, aber auch leicht zu verarbeiten und einzupassen sein. Für den Prothesenschaft und die Hüftpfanne ist Titan momentan der beste Werkstoff. Für den Hüftkopf kommen speziell entwickelte Keramiksorten, aber auch ausgewählte Metall-Legierungen zum Einsatz.
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Bei einer Operation zum Einsatz einer Hüftgelenks-Totalendoprothese (TEP) werden zunächst der Hüftkopf und der obere Bereich des Oberschenkelhalses abgetragen. Dann wird die Hüftgelenkspfanne (bestehend aus Anteilen von Darmbein, Schambein und Sitzbein) so bearbeitet, dass sich die Prothese optimal darin einfügt.
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Die Abmessungen der Hüftprothese werden vom menschlichen Körper vorgegeben und genau angepasst.
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Um eine endgültige Diagnose zu stellen, können mit Hilfe bildgebener Verfahren, z.B. dem Röntgen, Veränderungen an der Hüfte festgestellt werden.
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Nach erfolgreicher Hüftoperation ist die eingesetzte Prothese auf dem Röntgenbild gut zu erkennen. Die Hüfte muss nun einige Zeit besonders geschont werden.
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Die Prognosen nach dem Einsatz einer Hüftgelenksprothese sind gut. Die Lebensqualität der Betroffenen verbessern sich spürbar und die Beweglichkeit wird wieder gesteigert. Der Patient sollte aber darauf achten, keine großen Gewichte zu tragen und das Gelenk nicht übermäßig zu belasten.

aktualisiert am 17.03.2020

Autoren
V. Kittlas Volker Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt
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