Arthrose (Gelenkverschleiß)

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Als Arthrose wird eine Gelenkerkrankung bezeichnet, die durch zunehmenden, meist altersbedingten Knorpelabrieb der Gelenke entsteht. Meist tritt die Arthrose nach dem 50. Lebensjahr auf.
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Häufiger leiden Frauen an einer Arthose als Männer - insbesondere an der Kniegelenksarthrose, auch Gonarthrose genannt.
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Die Arthrose bezeichnet einen Gelenkverschleiß und wird im Gegensatz zu Arthritis nicht ausschließlich durch entzündliche Prozesse ausgelöst.
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Der sogenannte Knorpelschaden, also der Defekt des Knorpels am Kniegelenk ist der Ausgangspunkt einer Arthrose. Durch die Abnutzung des Knorpels werden die darunter liegenden Knochen falsch belastet und hohem Druck ausgesetzt. Auch die Degeneration der Menisken ist eine häufige Ursache für die Kniearthrose, da diese ihre mechanische Pufferfunktion nicht mehr richtig ausüben können.
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Im Röntgenbild kann der Schweregrad der Arthroseveränderungen festgestellt werden. Zu sehen sind Verengungen des Gelenkspaltes und Formänderungen an den Gelenken. Der Knorpelabrieb lässt sich im Röntgenbild jedoch nicht darstellen, da das Knorpelgewebe für Röntgenstrahlen strahlendurchlässig ist.
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Da Arthrose nicht heilbar ist, beschränkt sich die Therapie meist auf die Schmerzlinderung, Erhöhung von Beweglichkeit und Gehleistung sowie das Fortschreiten der Arthrose einzudämmen. Krankengymnastik kann die Beweglichkeit der Kniegelenke verbessern und im Frühstadium der Arthrose auch Beschwerden lindern.
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Häufig ist aber eine konservative Arthrosetherapie nicht mehr erfolgreich. Können die Schmerzen nicht effektiv behandelt werden, wird ein operativer Eingriff erforderlich bei dem das abgenutzte Gelenk durch eine Endoprothese ersetzt wird.

aktualisiert am 17.03.2020

Autoren
V. Kittlas Volker Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt
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