Hantavirus-Infektionen

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Hantavirus-Infektionen werden durch Nager übertragen

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Der Hantavirus ist eine Infektion, die von Nagetieren auf den Menschen übertragen wird. Die Infektion führt zu einer leichten Form des hämorrhagischen Fiebers.
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Bekannte Endemiegebiete befinden sich vorwiegend im südlichen Teil Deutschlands, wie zum Beispiel in der schwäbischen Alp, Unterfranken oder Niederbayern. Die meisten Fälle wurden in der österreichischen Steiermark und in Kärnten dokumentiert. Auch andere Gebiete Europas sind vom Hantavirus betroffen.
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Ausgelöst wird die Krankheit durch das Hantavirus des Stereotypen Puumala-Virus. Die Übertragung erfolgt durch den Speichel und den Ausscheidungen von Wühl- und Rötelmäusen, deren Lebensraum besonders in Buchenwäldern und in waldnahen Gebieten liegt.
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Der Virus bleibt auch im ausgetrockneten Zustand über längere Zeit infektiös. Daher ist auch eine Infektion beim Kehren von Speichern oder Kellerräumen, in denen Mäuse leben, möglich.
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Bis zum Ausbruch der Krankheit können fünf bis 35 Tage vergehen. Meist kommt es zu einem abrupten Fieberanstieg der etwa drei bis vier Tage anhält und mit grippeähnlichen Symptomen einhergeht. Im Verlauf kommt es zu kolikartigen Schmerzen in der Flanke und zu einer Nierenfunktionseinschränkung.
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Die Diagnostik einer Hantavirus-Erkrankung erfolgt über den serologischen Nachweis spezifischer Antikörper im Labor. Eine akute PUU-Infektion ist für das Labor meldepflichtig.
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Die Behandlung erfolgt symptomatisch oder mit Virus-bekämpfenden Medikamenten. Eine eingeschränkte Nierenfunktion ist oft dialysepflichtig.



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Letzte Aktualisierung am 22.11.2018.

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