Hepatitis E

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Die Hepatitis E wird meist durch verunreinigte Lebensmittel übertragen

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Hepatitis E ist eine virusbedingte akute Leberentzündung. Die Infektion tritt vor allem in Ländern mit niedrigen hygienischen Standards auf.
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Das Virus kommt auch in verschiedenen Tieren wie Schweinen, Affen, Ratten und Mäusen vor. Wildtiere und der Verzehr von unzureichend erhitztem Fleisch stehen als Erregerquelle in Verdacht.
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Das Virus wird über den Stuhl ausgeschieden und als Schmierinfektion übertragen. Oft dienen verunreinigte Türklinken, Toilettenspülungen und Handtücher als Übertragungsquelle.
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Häufigste Infektionsquelle sind verunreinigtes Trinkwasser und Lebensmittel. In Risikogebieten sollte auf den Verzehr von nicht geschältem, rohen Obst und Gemüse verzichtet werden.
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Die Infektion beginnt mit recht unspezifischen Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie leichtem Fieber.
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In der zweiten Krankheitsphase kommt es zur Gelbsucht. Die Haut, Schleimhäute und Skleren färben sich gelblich, auch der Urin wird dunkel.
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Der Erregernachweis erfolgt über Antikörper im Blut. Die Behandlung richtet sich nach den jeweiligen Symptomen des Betroffenen. Nur bei sehr seltenen, schweren Verläufen muss die Leber transplantiert werden.
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Da es keinen Impfstoff gegen Hepatitis E gibt, gilt es in Risikogebieten die Regel "Cook it, boil it, peel it ­or forget it" einzuhalten. Die Infektion, der Verdacht oder Tod durch Hepatitis E ist in Deutschland meldepflichtig.



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Letzte Aktualisierung am 18.02.2019.

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