Menstruationsstörungen (Zyklusstörungen,  Regelbeschwerden)

Lesezeit: 7 Min.

Was sind Menstruationsstörungen?

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Zwischen der ersten Regelblutung und den Wechseljahren liegt die fruchtbare Zeit der Frau. Ein regelmäßiger Zyklus ist die Voraussetzung für Fruchtbarkeit. Im Durchschnitt dauert ein Zyklus 28 Tage und beginnt mit dem ersten Tag der Regelblutung.
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Der normale Zyklus lässt sich in Phasen unterscheiden, die Follikelphase am Beginn der Menstruation und der Lutealphase nach dem Eisprung. Der Zyklus kann sehr unterschiedlich sein, er kann länger oder auch kürzer andauern. Unregelmäßige und geringfügige Veränderungen sind meist kein Grund zur Sorge.
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Es gibt viele unterschiedliche Formen von Zyklusstörungen, kleinere Abweichungen sind in der Regel harmlos. Laut Definition besteht eine verstärkte Blutung, wenn die Frau mehr als fünf Tampons oder Binden pro Tag benötigt.
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Die verstärkte Blutung wird auch als Hypermenorrhoe bezeichnet. Ursache können angeborene oder erworbene Veränderungen der Gebärmutter sein. Wucherungen in der Gebärmutter verhindern, dass sich der Uterus während der Regelblutung ausreichend zusammenziehen kann, um die Blutung zu beenden.
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Hypomenorrhoe bezeichnet eine verminderte Regelblutung. Häufig ist sie Ausdruck von hormonellen Unregelmäßigkeiten. Meist sind Frauen davon betroffen, die hormonell verhüten. Auch eine Funktionsschwäche der Eierstöcke kann zur Hypomenorrhoe führen.
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Unregelmäßigkeiten im Zyklus treten oft aufgrund von Störungen im Hormonhaushalt auf. Im Normalfall dauert der Zyklus 25 bis 31 Tage. Häufigere Blutungen treten im Zusammenhang mit einem Mangel an Hormonen auf. Verlängerte Zyklen erstehen oft, wenn die Follikel nicht oder nur langsam heranreifen.
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Eine ausbleibende Regelblutung kann viele Ursachen haben. Bei einem plötzlichen Ausbleiben der Regelblutung muss eine Schwangerschaft in Erwägung gezogen werden. Während der Stillzeit sind keine oder geringe Blutungen und Unregelmäßigkeiten normal. Auch Erkrankungen der Geschlechtsorgane und hormonelle Störungen können die Ursache für das Ausbleiben der Blutung sein.
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Kurz vor und zu Beginn der Menstruation können Beschwerden auftreten, die unter dem Begriff Prämenstruelles Syndrom zusammengefasst werden. Oft treten Symptome wie ein Spannungsgefühl in der Brust, Kopfschmerzen, Schmerzen und Stimmungsschwankungen auf.
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Eine sehr schmerzhaft verlaufende Regelblutung wird Dysmenorrhoe genannt. Die Schmerzen können sehr unterschiedlich sein. Einige Frauen klagen über Bauchkrämpfe, die bis in den Rücken und den Oberschenkel ausstrahlen können. Auch Übelkeit und Kreislaufprobleme treten bisweilen auf.
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Zur Diagnosestellung bespricht der Gynäkologe in einem Untersuchungsgespräch die Beschwerden und die Lebensumstände. Während der körperlichen Untersuchung werden die Brüste abgetastet, im Abstrich können Infektionen nachgewiesen werden. Eine Ultraschalluntersuchung stellt die inneren Strukturen wie Eierstöcke und Gebärmutter dar.
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Das Führen eines Zyklustagebuchs, in dem die Körpertemperatur und andere Beschwerden eingetragen werden, gibt verlässliche Aussagen über den Verlauf. Dieses kann dem Arzt bei der Diagnose unterstützen.
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Die Therapie richtet sich nach der Ursache. Bei Blutungsstörungen und vermehrten Bauchkrämpfen können Medikamente die Symptome lindern. Hormone, wie die Pille, helfen, den Zyklus zu regulieren. Bei akuten Bauchkrämpfen helfen Schmerzmittel wie Ibuprofen.
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Auch Hausmittel haben ihre Wirkung: Wärmflasche, Scharfgarbentee, warme Bäder und Wickel helfen, die Symptome zu lindern. Eine salzarme Ernährung beugt Wassereinlagerungen vor.
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Wenn Frauen keinen Eisprung haben, aber einen Kinderwunsch hegen, dann können sie mit Medikamenten, die den Eisprung anregen, behandelt werden. Einige Frauen haben auch mit der traditionellen chinesischen Medizin sehr gute Erfahrungen gemacht.



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aktualisiert am 19.03.2020

Autoren
V. Kittlas Volker Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt
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