Röteln - Rötelnembryopathie

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Röteln gefährdet das ungeborene Kind, deshalb wir die Impfung junger Mädchen empfohlen

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Röteln sind eine ansteckende Virus-Infektion, die mit einem typischen roten Hautausschlag einhergeht. Besonders für Frauen in der Familienplanung ist die Infektion gefährlich, da der Fötus geschädigt werden kann.
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Das Virus gehört zu den Togaviridae, im Menschen kommt nur ein Serotyp vor. Die Übertragung erfolgt als Tröpfcheninfektion. Durch Niesen, Husten, Küssen oder das Verwenden von gemeinsamen Besteck kommt es zur Infektion.
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Nach etwa 14 bis 21 Tagen bricht die Krankheit aus und es kommt zum typischen Hautausschlag bei einer Rötelninfektion. Zudem kann es zu Fieber, Kopfschmerzen, einer Bindehautentzündung und geschwollenen Lymphknoten kommen.
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Die meisten Rötelninfektionen verlaufen harmlos, Komplikationen treten eher bei Erwachsenen und Jugendlichen auf. So kann es zu einer Gelenkentzündung oder einer Entzündung anderer Organe kommen.
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Eine Rötelninfektion in der Schwangerschaft ist sehr gefürchtet. Der Erreger kann auf das Kind übertragen werden, diese Infektion wird als Rötelnembryopathie bezeichnet. Die Organe des Kindes können geschädigt werden und Fehlbildungen sowie Fehlgeburten auftreten.
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Um die Symptome von einer anderen Virusinfektion abzugrenzen, muss ein Erregernachweis aus einer Blutprobe erfolgen. Bei schwangeren Frauen kann die Infektion durch eine Probe aus dem Mutterkuchen, der Nabelschnur oder des Fruchtwassers nachgewiesen werden.
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Ein genaues Schema zur Behandlung einer Röteln-Infektion gibt es nicht. Die Therapie erfolgt symptomatisch und kann durch fiebersenkende Medikamente unterstützt werden.
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Um die geplante Ausrottung der Röteln zu erreichen, bedarf es einer Impfrate von über 90 Prozent bei Kleinkindern. Verabreicht wird ein Kombinationsimpfstoff, der gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen schützt. Auch Erwachsene sollten die Impfung bei Bedarf auffrischen.



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Letzte Aktualisierung am 20.11.2018.

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