SARS

Lesezeit: 2 Min.

SARS ist die Abkürzung für schweres akutes respiratorisches Syndrom

©
In der chinesischen Provinz Guangdong kam es 2002 erstmals zu gehäuften Fällen eines schweren akuten respiratorischen Syndroms - besser unter den Namen SARS bekannt. Im März 2003 wurde SARS zu einer weltweiten Epidemie, die sich auf 32 Länder ausbreitete.
©
Die Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) hatte erstmals in der Geschichte eine Reisewarnung für einige asiatische Länder ausgesprochen. Die SARS-Epidemie hat einen enormen ökologischen Schaden angerichtet. Am 5. Juli 2003 wurde der Ausbruch für beendet erklärt.
©
Bereits nach kurzer Zeit konnte der Erreger SARS-CoV, eine Coronavirus-Variante, als Auslöser festgestellt werden. Bis dato galten Coronaviren als häufigste Ursache für Infektionen des Nasen-Rachenraums und des Gastrointestinaltrakts.
©
Die Civet-Katze gilt in Guangdong als kulinarische Spezialität und wird als tierisches Reservoir vermutet. Es ist denkbar, dass durch den Verzehr die Speziesbarriere durchbrochen wurde und der Virus für den Menschen pathogen wurde.
©
Der Übertragungsweg des Virus ist noch unklar. So kam es nach invasiven Untersuchungen, wie zum Beispiel nach einer Bronchoskopie, zu vermehrten Infektionen. Vermutlich wird der Virus aerogen und als Schmierinfektion übertragen.
©
Nach ungefähr vier bis sechs Tagen treten Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerz, Schüttelfrost und Muskelsteifheit auf. In etwa zwei bis sieben Tage nach Krankheitsbeginn kommt es zu Beschwerden der Atemwege.
©
Im Falle eines Wiederauftreten von SARS, wurde ein entsprechender Antikörpernachweis entwickelt. So kann der Erreger rasch identifiziert werden und rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden.
©
Die Therapie richtet sich nach den Symptomen und der Schwere der Erkrankung. Um ein Ausbreiten des Virus zu vermeiden, gilt es, den Betroffen in Quarantäne zu legen.
©
Da sich der Erreger gut im Labor heranzüchten lässt, wurde bereits ein geeigneter Impfstoff entwickelt. Eine Impfprophylaxe ist derzeit nicht vorgesehen, der Impfstoff kommt nur im Falle einer weiteren Epidemie zum Einsatz.



 Mehr zum Thema

Letzte Aktualisierung am 23.11.2018.

War dieser Artikel hilfreich?
Bewerten
TeilenTeilen
Mehr
Arztsuche