Fersensporn (Kalkaneussporn)

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Der Fersensporn ist eine schmerzhafte Erkrankung, bei der es zu einer dornartigen knöchernen Ausbildung am Fersenbein kommt. Es fühlt sich so an, als ob ein Nagel in der Fußsohle steckt.
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Bei einer ständig hohen Belastung an den Sehnenansätzen des Fersenbeins kann es zum Fersensporn kommen.
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Durch die Belastung kommt es zu kleinen Rissen in den Sehnen, die zu Umbauvorgängen im Sehnengewebe führen. Allmählich kommt es durch Kalkablagerungen zur Verknöcherung des Sehnenansatzes und durch andauernde Reizeinwirkung zu entzündlichen Vorgängen. Es kann sich ein unterer und ein oberer Fersensporn entwickeln.
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Übergewicht, falsches Schuhwerk, Fußfehlstellungen, Rheumaerkrankungen sowie unzureichendes Aufwärmen vor dem Sport können einen Fersensporn begünstigen.
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Bei Belastung kommt es zu stichartigen Schmerzen an der Ferse, vor allem morgens sind die Schmerzen spürbar.
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Bei der Diagnosefindung geben die Beschreibung des Patienten und das Auslösen der Schmerzen am Druckpunkt erste Hinweise auf einen Fersensporn.
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Im Röntgenbild wird die knöcherne Veränderung deutlich.
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Eine Ultraschalluntersuchung oder eine Magnetresonanztomographie können zum Ausschluss anderer Erkrankungen durchgeführt werden.
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Zur Behandlung reichen meist konservative Maßnahmen aus. Im Fokus steht die Behandlung der Entzündung und eine weiche Lagerung der Ferse. Schuheinlagen führen zur Druckentlastung. Krankengymnastik kann die Sehnen dehnen und somit das Ziehen in der Fersenregion vermindern.
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Bei einer Stoßwellentherapie werden energiereiche mechanische Wellen verwendet, um den Fersensporn zu behandeln. Da die wissenschaftliche Belege über den Erfolg dieser Therapiemaßnahme noch nicht ausreichen, übernimmt die Krankenkasse die Kosten in den meisten Fällen nicht.
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Neben den allgemeinen Maßnahmen können schmerz- und entzündungshemmende Medikamente verabreicht oder direkt in das Gewebe gespritzt werden.
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Eine operative Therapie ist nicht so häufig. In den meisten Fällen lassen sich die Beschwerden mit konservativen Maßnahmen lindern.
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Akupunktur, Akupressur und Massagen dienen dem passiven Dehnen des Fußes. Vielen Betroffenen helfen diese Maßnahmen. Dadurch bessern sich auch die Symptome.
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90 Prozent der Betroffenen kommen ohne Operation aus. Tragen Sie präventiv angemessenes Schuhwerk, vermeiden Sie Übergewicht und wärmen Sie sich vor sportlichen Aktivitäten gut auf, denn ihre Füße begleiten Sie ein Leben lang!



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aktualisiert am 04.11.2019

Autoren
V. Kittlas Volker Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt
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