Hausstauballergie, Milbenallergie

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Die Hausstauballergie ist eine Allergie auf den Kot von Milben

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Eine Hausstauballergie ist eine Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems auf den Kot der Hausstaubmilbe.
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Die Hausstauballergie wird durch Eiweißbestandteile im Kot der Hausstaubmilbe ausgelöst. Die Milbe ist winzig klein und zählt zur Gattung der Spinnentiere. Sie versteckt sich oft in Polstermöbeln, Matratzen, Teppichböden und dunklen Ecken.
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Die Milbe ernährt sich u.a. von abgefallenen Hautschuppen. Besonders gut gedeiht sie in einer feucht-warmen Umgebung und bei Schimmelbefall. Auch der Kot anderer Milben kann eine Allergie auslösen.
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Die Symptome zeigen sich besonders als Atemwegsbeschwerden, durch eine laufende Nase, Schnupfen, Husten und Heiserkeit. Oft jucken die Augen und sind gerötet, auch die Haut kann mit juckenden Ausschlägen reagieren.
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Bei einem Arztbesuch wird zunächst der Patient genau befragt und die allergische Reaktion begutachtet. Besteht der Verdacht auf eine Allergie, wird für gewöhnlich ein Allergietest angeordnet.
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Bei Verdacht auf eine Hausstauballergie sollte die Milbenbelastung im Haushalt möglichst gering gehalten werden, sodass die Betroffenen wenig Kontakt mit dem Kot der Milbe haben. Regelmäßiges Wechseln der Bettwäsche, Stoßlüften, das Reinigen der Matratze und Polstermöbel macht es den Milben ungemütlich.
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Alles, was gereinigt werden kann, wie zum Beispiel Polsterbezüge des Sofas, frei liegende Teppiche, Polster und Kissen sollten mit möglichst hoher Temperatur gewaschen werden. Auch Dekorationen in Regalen, die viel Staub fangen können, sollten vermieden oder regelmäßig gereinigt werden.
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Schlafbekleidung mit langen Ärmeln und Beinen hält die Milben von der Haut ab. Bei der Anschaffung neuer Möbel sollte auf glatte Materialien wie Leder oder glatten Kunststoff umgestiegen werden.
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Medikamente gegen Allergien können natürlich auch bei einer Hausstauballergie zum Einsatz kommen. Dazu gehören Antihistaminika und Cortison. Eine oft wirksame, aber auch langwierige Therapie, ist die spezifische Immuntherapie.
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Eine Hausstaubmilbenallergie bleibt chronisch bestehen. Werden die Maßnahmen zur Reduktion von Milbenkot aber konsequent durchgeführt, bessern sich die Symptome und ein Fortschreiten der Erkrankung kann aufgehalten werden.



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aktualisiert am 01.04.2020

Autoren
V. Kittlas Volker Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt
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