Meniskusverletzung (Meniskusläsion)

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Der Meniskus ist ein knorpeliges Gebilde. Er dient zur Lastenverteilung, Stabilisierung und Pufferung im Kniegelenk. Verletzungen gehen meistens mit Schmerzen in der Knieregion einher.
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Häufig sind Sportler wie Tennisspieler, Fußballer oder Skiläufer von Meniskusverletzungen betroffen. Denn oft sind Druck- und Drehbewegungen die Ursache für eine Meniskusläsion.
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Einige Berufsgruppen wie zum Beispiel Gärtner, Fliesenleger und Bergleute haben ein erhöhtes Risiko an einer Meniskusverletzung zu erkranken.
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Die Menisken haben die Form eines Halbmondes und liegen als scheibenartige Strukturen zwischen Ober- und Unterschenkel. Sie sind mit der Gelenkkapsel verwachsen.
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Meniskusläsionen können unterschiedlich aussehen und an verschiedenen Stellen des Meniskus auftreten.
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Knieschmerzen, die oftmals von den Rändern des Knies ausgehen, sind ein typisches Symptom für eine Meniskusverletzung.
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Nach einem Gespräch und einer Untersuchung beim Arzt wird ein bildgebendes Verfahren zur Diagnose empfohlen.
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Röntgen, Computertomografie und/oder ein MRT festigen die Diagnose.
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Es ist nicht mehr gängig, die Diagnose mittels Arthroskopie zu stellen. Eine Entnahme von Gelenkflüssigkeit ist sinnvoll, um den Druck aus dem Gelenk zu nehmen und die Flüssigkeit zu untersuchen. Eine Arthroskopie wird eher bei schweren Schäden im Zuge einer Operation durchgeführt.
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Bei der Operation am Knie wird versucht, den Meniskus zu belassen und die Risse zu nähen. Je nach Einriss kann es auch zur Teilentfernung des Meniskus kommen.
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Postoperativ empfiehlt sich das sanfte Bewegen mittels einer Motorschiene.
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In der konservativen (nicht operativen) Therapie kann der Arzt Schmerzmittel in das Gelenk injizieren, um Schmerzen zu lindern.
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Oft reicht eine Ruhigstellung für einige Wochen. Im Anschluss können die Muskeln mittels Physiotherapie aufgebaut werden.
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Eine Überbelastung des Knies kann mittels Schienen verhindert werden.
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Erfolgt die Behandlung rechtzeitig, ist die Prognose für Meniskusverletzungen gut. Das Knie kann nach Anleitung des Arztes oder Therapeuten allmählich wieder belastet werden.



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aktualisiert am 18.09.2020

Autoren
V. Kittlas Volker Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt
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