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MedizinforumForum für Orthopädie

pertrochantäre femurfraktur. Entfernung Gammanagel, Zeitpunkt

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5 Beiträge - 14540 Aufrufe
?
ollum  fragt am 13.05.2010
nach einer gering dislozierten pertrochantären Femurfraktur links wurde bei mir, 33j. männlich, ein Gammanagel (Stryker) eingebracht. Wie ist die gängige Praxis, bei der Entfernung des Osteosynthesematerials? Operationsweise, Zeitpunkt,
Risiken, Komplikationen, Prognose?

Danke für die Infos!!!
ollum

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klawiet  sagt am 09.06.2010
Hallo Ollum,

in der Regel wird den Patienten in der erstversorgenden Klinik etwas zur Prognose mitgeteilt (Patientenaufklärung nennt man das). Nun kann es sein, dass Sie vor der OP wegen der Unfallfolgen noch bewusstlos waren und diesen Teil der Vorbereitung nicht wach erlebt haben. Überhaupt ist eine pertrochantere Fraktur vorwiegend älteren Menschen mit Osteoporose "vorbehalten". Bei diesen Patienten bleibt das Osteosynthesematerial in der Regel im Körper, es sei denn, dass es sich lockert oder eine Hüftarthrose zum Einbau einer Endoprothese Anlass gibt.
In Ihrem Fall denke ich, sollte das Metall - wie bei anderen Frakturen in jüngeren Jahren - nach 1 Jahr entfernt werden, vorausgesetzt, dass der Knochen stabil und nicht durch eine Erkrankung (Tumor, Osteoporose, Pseudarthrose, Infektion) geschwächt ist. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an die erstversorgende Klinik.
Ein größeres Risiko als bei der 1. Op besteht nicht, da diese Op in Ruhe vorbereitet werden kann und evtl. Risiken rechtzeitig erkannt werden.

Dr. K. Wietfeld
FA f. Orthopädie

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ollum  sagt am 21.12.2010
Herr Dr. Wietfeld. Habe Ihren Beitrag erst jetzt entdeckt. Ist ja nun auch schon eine Zeit her. Ich danke Ihnen für die aufschlussreiche Antwort!
Da ich nun immer mehr Bewegungsprobleme des linken Beins bekomme, haben wir nun eine Entfernung für Januar nächsten Jahres anberaumt.

Vielen Dank für die Tips.

ollum

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femurali  sagt am 23.03.2014
Hallo klawiet (Hr,Dr.Wietfeld)
Hatte im Sommer 2011 durch einen Unfall eine disl.pertroch.Femurfraktur.(War 44 j u.B.weibl.).Mir wurde ein Gamma-3 Nagel (Stryker 11 mal 200mm ) implantiert.Habe eine umfangr.Metallallergie ( u.a.Chrom, Nickel , Palladium -Allergie )
Danach immer Schmerzen, geringe Belastungsmöglichkeit und Schmerzen + Schwellungen. 2012 erfolgte die Entfernung des Materials , das Implantat wurde mir trotz Wunsch im Nachhinein aus angebl.hyg.Gründen nicht ausgehändigt.Schmerzen sind geblieben.Nun beginnende Hüftkopfnekrose und ausged.Knochenmarködem .vollst.Konsolidierung der Fraktur erst nach einem Jahr.Kann es sein , daß es doch keine Titanlegierung war?
Material wurde einfach entsorgt.Seit nunmehr einen viertel Jahr lauf ich wieder auf Stützen und Teilbelastung ax.15 kg.Ilomedintherapie war im Januar und Knochenmarködem ist rückläufig.Trotzdem noch Schmerzen , Bewegungseinschränkungen und längeres Gehen an Stützen auch schmerzhaft.Was können Sie mir empfehlen? Gibt es noch Alternativen zum Gelenkersatz? Würde mich sehr über eine hilfreiche Antwort freuen.Konnte vor dem Unfall alles tun.( war ein schwerer Sturzunfall infolge von verunreinigten und sehr glatten Bodenbelag )
Vielen Dank vorab
Viele Grüße
Femurali

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femurali  sagt am 23.03.2014
Ich wäre auch dankbar , wenn einer von Ihnen hier im Forum fachkundig weiterhelfen könnte ;)
Möchte das die Odysee endlich ein Ende hat und ich meine Lebensqualität wieder bekomme.

Herzlichen Dank vorab.

Femurali

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