Reizmagen und Reizdarm

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Reizmagen und Reizdarm gehören zu den funktionellen Störungen

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Reizmagen und Reizdarm sind ähnliche Krankheitsbilder und gehören zu den funktionellen Magen-Darm-Beschwerden. Es kommt häufig oder chronisch zu Beschwerden im Verdauungstrakt. In der Regel kommt es nicht zu ernsthaften Schäden, jedoch können die ständige Beschwerden die Lebensqualität stark beeinträchtigen.
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Ein Reizmagen und ein Reizdarm scheinen keine organische Ursache zu haben, aber mehrere Faktoren spielen bei dem Krankheitsbild eine Rolle. Zum einem könnte die natürliche Bewegung des Magens und des Darms beeinträchtigt sein, zum anderen spielen Lebensstil und psychische Faktoren eine entscheidende Rolle.
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Die Symptome sind sehr vielfältig. Häufig kommt es zu Blähungen, Magenschmerzen, Durchfall sowie Aufstoßen und Mundgeruch. In einigen Fällen klagen Betroffene über Symptome wie Migräne. Die Erkrankung kann sehr einschränkend sein und dadurch auch Depressionen hervorrufen.
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Die Diagnose eines Reizmagens und eines Reizdarms erfolgt über ein Ausschlussverfahren. Es werden durch Stuhlproben, einer Magen- und Darmspiegelung andere Erkrankungen ausgeschlossen. Erst wenn sich keine weitere Erkrankung finden lässt, wird die Diagnose gestellt.
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Die Therapie gestaltet sich sehr unterschiedlich. Das Führen eines Tagebuchs über das Auftreten der Symptome und den eingenommenen Lebensmitteln, kann helfen. Stress sollte vermieden und der Lebensstil angepasst werden.
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Besonders fettreiche Speisen, Alkohol und Kaffee sollten Betroffene vermeiden. Beschwerden können symptomatisch behandelt werden, zum Beispiel können bei Sodbrennen Medikamente verabreicht werden.
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Da keine Folgeschäden zu erwarten sind, ist die Prognose günstig. Oft finden Betroffene einen Weg, mit den Symptomen umzugehen.

aktualisiert am 29.03.2022

Autoren
V. Kittlas Volker Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt
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