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Arthrodese

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29 Beiträge - 1201 Aufrufe
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Pepe0-17  fragt am 23.01.2015
Knie Tep,Arthrodese,Bakterien,

GutenTag
Es geht hier um meine Mutter die 17 Jahre eine Knie Tep hatte.Vor anderthalb Jahren musste das Tep raus wegen Bakterien Staphylococcus aureus trotz Antibiotika. Sie bekam für ca. drei Monate einen Spacer (Platzhalter) eingebaut gefüllt mit Antibiotika. Dann kam die Entscheidung eine neue Knie Tep oder das Bein steif zu legen man sagte zu ihr sie sollte es lieber versteifen da hätten die Bakterien keine Chance mehr da das Bein ja still gelegt wäre. Nach gründlicher Überlegung entschied sie sich zur Versteifung. Bei der OP hat sie sehr viel Blut verloren und bekam Bluttransfusionen und Plasma.Nach nur 3 Monaten ging die Narbe plötzlich ein Stück auf und sind sofort zum Arzt man sagte es sei eine Wundheilungsstörung sie wurde operiert es wurde gespült und wieder vernäht. Es wären keine Bakterien vorhanden hieß es . Sie wurde am 23.12.14 entlassen. Wir dachten noch Gott sei dank keine Bakterien. 3Tage nachdem sie zu Hause war das gleiche Spiel Narbe ging wieder ein Stück auf wieder zum Arzt der einen Abstrich gemacht hat er schickte meine Mutter wieder ins KH da hörte man dann es sei nicht schlimm nur eine Wundheilungsstörung und es wurde gespült 3 mal die Woche. Nun wurde sie am Montag im KH geröngt und man stellte fest das sich der Knochen schon zurück bildet jetzt soll sie Montag ins KH das eine Knochen Szintigrafie gemacht wird und eine Gewebeprobe entnommen wird. Im schlimmsten Fall soll wieder alles entfernt werden. Und was dann. Ach ja der Abstrich vom Arzt ergab folgendes Ergebnis Staphylococcus epidermidis und Streptococcus anginosus.Wir wissen nicht weiter war alles um sonst dann hätte sie auch wieder eine Knie Tep bekommen können. Danke schon mal für die Antwort.
Lg

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Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 23.01.2015
@Pepe0-17
Hallo Pepe,
eine üble Geschichte. Ein paar Fragen:
-Mit welchem Material ist die Versteifung durchgeführt worden?
-Wie ALT ist Ihre Mutter?
-Hat Sie sonstige wichtige Erkrankungen wie Diabetes, Herzleiden, arterielle Verschlusskrankheit etc.
-Ist sie Raucherin?
-Haben die nachgewiesenen Bakterien ein normales Resistenzspektrum oder handelt es sich um sog. multiresistenten Keime?

Grüsse aus der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau,
Ihr Tobias Radebold

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Pepe0-17  sagt am 23.01.2015
Erstmal danke für die schnelle Antwort.

Die Versteifung wurde mit Titan durchgeführt.

Meine Mutter wird 70 Jahre alt.

Sie hat ganz leicht Diabetes sie nimmt Abends eine 500 Metformin.

Sie ist Nichtraucher.

Es stand bei manchen Antibiotika ein S und ein R

Lg

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Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 24.01.2015
OK. Wenn noch "S" wie sensibel bei den richtigen Antibiotika auftaucht, ist das schon mal ganz gut.
Trotzdem könnte es noch ein mehrfachresistenter Keim sein-dafür müsste man dieses Antibiogramm mal sehen.
Wegen des Materiales-sind es von aussen aufgebrachte Platten oder -in diesem Fall wahrscheinlicher-gekoppelte Stäbe im Ober- und Unterschenkel?

Grüsse aus trotz allem Leid schönes Wochenende,
Tobias Radebold

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Pepe0-17  sagt am 24.01.2015
Danke

Sie hat einen langen Nagel oder Stab wie man es auch nennt von der Hüfte runter bis unten.

Muss man denn wirklich wieder alles entfernen oder gibt es auch eine andere Möglichkeit?

Meine Mutter ist total mit den Nerven am Ende man lässt so was machen und gebracht hat es nichts.

Ich habe auch langsam das Vertrauen an dem Arzt verloren alles schön reden sie bekommen keine Bakterien mehr wenn sie es versteifen sieht man ja.

Lg

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Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 24.01.2015
@Pepe0-17
Mmmmhhh. Ich hatte es befürchtet... Eigentlich ist das Risiko eines erneuten Infektes bei einem sog. Arthrodesestab nicht wirklich viel kleiner als bei einem künstlichen Gelenk.
Wenn irgendwo an dem Ding mehr als ein paar Tage Bakterien sind, ist meistens die gesamte Oberfläche des Stabes von oben bis unten betroffen.

Möglichkeiten, das Ding drin zu lassen und die Infektion weg zu bekommen, sehe ich nicht...
Aus meiner Sicht sollte es so weitergehen:

Stab entfernen, Infekt bekämpfen
-wenn der Infekt draussen ist, schauen, ob der Streckapparat des Knie noch intakt ist, und dann entscheiden, ob ein künstliches Gelenk noch geht (was eher unwahrscheinlich nach der Versteifung ist)
oder ob man es mit einer Plattenkonstruktion neu versorgt.

Auch wenn es sehr unschön ist-so lassen sollte man es auf keinen Fall-die ganze Zeit über werden Bakterien in die Blutbahn ausgeschwemmt und können sich an kritischen Stellen absiedeln, z.B Herzklappen etc. (oder es kommt zu einer Blutvergiftung, die schnell lebensbedrohlich werden kann)

Aus welcher Ecke von Deutschland kommen Sie?
Ich kann Ihnen wahrscheinlich Alternativen in Ihrer Region nennen, wenn Sie das Vertrauen in Ihre behandelnden Ärzte verloren haben (natürlich ist die Geschichte extrem unglücklich, aber ich glaube dennoch, dass Ihre Ärzte hier nach besten Wissen und Gewissen gehandelt haben. Leider gibt es nie 100% in der Medizin, und wenn Ihre Mutter der eine Fall von 100 war, ist die schönste Statistik nichts mehr wert...

Lassen Sie sich bitte nicht kleinkriegen-auch solche Fälle sehen wir als Zentrum relativ regelmässig (und kriegen sie doch meistens wieder hin)

Grüsse und gute Besserung aus der orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau,
Tobias Radebold

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Pepe0-17  sagt am 24.01.2015
Wir kommen aus Duisburg.

Der Arzt sprach auch davon wenn der Stab raus muss irgendwie mit einer Schiene oder eine Füllung mit Knochenzement.

Und vielen Dank für ihre Informationen.

Lg

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Pepe0-17  sagt am 24.01.2015
Eine Frage hätte ich noch wie würden sie die Bakterien behandeln?
Antibiotika ist klar aber wie ?

Lg

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Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 24.01.2015
Das Wichtigste-der Nagel muss raus, hier werden die Antibiotika nichts helfen, solange das Ding noch drin ist.

Dann muss nach dem Antibiogramm sowohl eine systemische Antibiose (also zunächst über Tropf, dann soweit möglich als Tabletten) als auch eine Antibiose vor Ort (also im Knochen) mittels Ketten oder Schwämmen erfolgen, bestmöglich auf das Antibiogramm abgestimmt. Ob hier mit einem Antibiotikum oder mit einer KOmbination geabreitet werden muss, hängt von den Keimen ab.

Grüsse, TR

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Pepe0-17  sagt am 27.01.2015
Hallo Dr. Radebold
Meine Mutter ist seit gestern im KH.
CRP ist auf 0,4 also alles in bester Ordnung.
Die Szintigraphie war soweit in Ordnung nichts auffälliges.
Morgen soll vom Knochen eine Probe entnommen werden und dann heisst es 10 Tage warten.
Achso er sprach noch von einer Zyste.
Was halten sie davon?

Lg

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T. Radebold  sagt am 27.01.2015
Ich hoffe sehr, dass ich mich irre, aber weder das CRP noch die Szinthigrafie sind eine echte Sicherheit, dass kein chronischer Infekt vorliegt.
Zyste heisst erstmal nur Hohlraum (im Knochen?-wahrscheinlich)
Bekommt Ihre Mutter aktuell noch ein Antibiotikum?
Wenn ja, kann man die Gewebeproben hinsichtlich Keimen vergessen-letztlich sind nur anhand der Art der Entzündung Aussagen zur Ursache möglich-
Warten wir mal das Ergebnis der Probe ab.

Ich drück die Daumen, dass ich mich irre.
Grüsse TR

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Pepe0-17  sagt am 27.01.2015
Nein sie bekommt kein Antibiotika schon lange nicht mehr.
Danke schön für die Antwort.
Dann heisst es jetzt abwarten.
Lg

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Pepe0-17  sagt am 01.02.2015
Hallo
OP hat sie gut über standen.
Sie hatte eine Fistel die Oberflächlich war wurde grossräumig entfernt.
Im Entlassungsbericht steht jetzt etwas von Osteolyse was bedeutet das?
Lg

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Pepe0-17  sagt am 06.02.2015
Hallo Dr.Radebold
Gibt es eine unverträglichkeit gegen Titan im Internet steht zwar selten aber es kann durchaus sein.
Ein Befund war schon da am Knochen ist alles in Ordnung.
Mich macht es halt stutzig das damals die Narbe nicht aufgegangen ist trotz Bakterien wo die Prothese noch drin warda haben sie ja auch operiert mit Antibiotikakette.Beim Wechsel zum Platzhalter blieb die Narbe auch zu seitdem der Arthrodesennagel drin ist ca.3 Monate später fing es an. Heute war das Pflaster Blut durchtränkt mit Wundwasser die OP ist jetzt auch schon 9Tage her.
Lg

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T. Radebold  sagt am 08.02.2015
Hallo Pepe,
sicher, Titanallergien gibt es-aber es ist seeeehr seeehr unwahrscheinlich, dass dies das Problem ist.
Ein guter Satz in der Medizin lautet: "Was häufig ist, ist häufig, und was selten ist, ist selten"
Das die Wunde lange zu war, ist an sich nicht schlecht, schliesst aber einen darunter "schlummernden" Infekt nicht wirklich aus. Eine oberflächliche Fistel? Hoffen wir das Beste... Leider kommen bei dieser Vorgeschichte Fisteln doch in der Regel aus der Tiefe, z.B. dem ehemaligen Gelenk oder aus der Nähe, sprich dem benachbarten Knochen. Wenn die Fistel (in Wirklichkeit) bis an den Nagel gegangen ist, wird man so langfristig keine Ruhe reinkriegen.

Osteolyse heisst grob übersetzt Knochenauflösung (Stelle mit Loch im Knochen, meist infekt- oder tumorbedingt)-passt nicht ganz zur oberflächlichen Fistel, oder?

Ich drück weiter die Daumen.
Gute Besserung aus Hessisch Lichtenau,

TR

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Pepe0-17  sagt am 09.02.2015
Hallo ich hätte noch mal eine Frage könnten sie mir das mal erklären was das bedeutet?

Die durchgeführte Szintigraphie zeigte sich ein aktivierter Knochenstoffwechselprozess im rechten Knie im Bereich der Fermur-und Tibiacondylen vereinbar mit reaktivieren-reparativen Knochenumbauprozessen nach Arthrodese. Bezüglich einer Osteolyse ist methodisch bedingt keine Aussage möglich. Steht so im Bericht. Meine Mutter war heute bei ihrem Chirurgen der hat die Fäden gezogen und er ist auch der Meinung das es vom Knochen her kommt es eifert immer noch.
Danke schonmal
Lg

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T. Radebold  sagt am 10.02.2015
Heisst eigentlich nur, dass ein Infekt nicht ausgeschlossen werden kann und der Knochen noch am arbeiten ist. Ob dies im Sinne einer zunehmendem knöchernen Heilung passiert oder durch einen Infekt vor Ort, läßt sich danach meines Erachtens danach nicht ableiten.

Grüsse, TR

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Pepe0-17  sagt am 12.02.2015
Hallo Dr.Radebold
Waren heute im KH Befunde waren alle da,sind alle negativ.
Sie muss jetzt Anfang März ins KH wo sie operiert wird. Es ist wohl eine knöchernde Heilung wenn ich das richtig verstanden habe es wird auf jedenfall Knochen aus dem Beckenkamm entnommen und im Knie eingesetzt und die Schrauben sollen oben raus vom Arthrodesenstab. Sie vermuten das,das der Grund ist weil die Stange nicht mit dem Knochen verwächst. Der Oberarzt sagte auch das ,das Loch so nicht zuheilt ohne OP und es auch nicht aufhört zu Eitern. Was meinen sie kann das der Grund sein. Danke im voraus.
Lg

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T. Radebold  sagt am 12.02.2015
Tja, ich bleibe ein wenig unglücklich und im Zweifel, ob dies so der beste Weg ist.
In einen noch halb eitrigen-sprich bakteriell entzündeten Befund Knochen von Becken anzulagern ist risikoreich, da dieser sehr gerne von noch vorhandenen Bakterien "aufgefressen" wird.
Ich halte es bei allen Vorbehalten so aus der Ferne immer noch für einen schleichenden Infekt.

Das Entriegeln das Nagels ist eine gute Idee, wenn die knöcherne Heilung nicht klappt, aber nur, wenn KEIN Infekt vorliegt-wenn die Wunden immer noch vor sich hin schwären, müsste man schon sehr viel Glück haben, dass das so gutgeht.

Ich drücke weiter die Daumen.

TR

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Andre71  sagt am 15.02.2015
Herr Doktor, da hätt ich mal ne Frage zum Thema Arthrodesenagel.

Der Arthrodesennagel wird doch wohl vom Hersteller steril verpackt in die Klinik geliefert. Und ich nehme an, der wird auch erst kurz vor der OP ausgepackt.

Wie bitte kann es dann zu einem Keimbefall auf dem Nagel kommen!?

Ich weiß, 100%ige Keimfreiheit gibt es nicht, nichtmal im Autoklaven. Aber gelieferte Implantate müssten doch weitgehend keimfrei sein?

In meinen Augen wäre ein verkeimtes Implantat eine Folge von Fahrlässigkeit. Anders kann ich mir das nicht erklären.

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T. Radebold  sagt am 15.02.2015
Hallo Andre71,
Die Sterilität des Implantates ist normalerweise sicher gewährleistet, die Sterilität vom Auspacken bis in den Körper auch. Das Implantat wird erst direkt vor Einbau aus der doppelt sterilen Verpackung im hochsterilen Bereich des OP, unter dem Laminar air flow (sorgt dafür, dass die Luft nicht vom Boden hoch gewirbelt wird) ausgepackt und angereicht. Klar, dass es 100% nie geben wird, aber man ist schon sehr nah dran. Das viel größere Problem sind die Bakterien, die schon die ganze Zeit im Körper drin und drauf sind und die ganze Zeit versuchen, sich zu vermehren und ihr Ausbreitungsgebiet im Körper zu vergrößern.... Während ich dies hier schreibe, hat mein Körper wahrscheinlich Millionen Angriffe von Keimen abgewehrt (aus dem Darm, von der Haut, von irgendwelchen kleinen Entzündungen, etc.).

Leider klappt die Abwehr am Übergang zu leblosen Gewebe (wie z.B. einem Nagel) nicht gut, da hier die Durchblutung nicht gut hinkommt. Sollte sich also nach dem Einbau hier Keime absiedeln, hat der Körper fast keine Chance... Und wenn schon Keime da waren und dann der Nagel reinkommt, noch weniger.

Grüsse, TR

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Andre71  sagt am 16.02.2015
Ah, okay, es handelt sich also um Keime, die schon am oder im Körper waren und sich dann an das Implantat heften.

Gibt es keine Beschichtung, die Keime abhält, die man auf Implantate aufbringen kann?

Die forschen doch an allen Ecken und Enden und die Keimproblematik ist ja so alt wie das Skalpell. Es wundert mich, dass es noch keine Beschichtung für Implantate gibt, die die Keimbildung für eine gewisse Zeit hemmen können...

Mal was anderes, aus reiner Neugierde, was kostet eigentlich ca. so ein T2 Arthrodesenagel für das Kniegelenk von Stryker? Und was wiegt so ein T2 Nagel, sagen wir mal so ca. 60cm? Ist der komplett aus Titan oder nur mit Titan beschichtet?

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Pepe0-17  sagt am 17.03.2015
Hallo Dr.Radebold
Ich wollte mich mal wieder melden.
Meine Mutter wurde letzte Woche Dienstag wieder operiert man hat oben die Schrauben rausgeholt und das Knie wurde wieder ein Stück aufgemacht weil das Loch immer noch da war. Der Oberarzt sagte nur das Knie hätte von innen schlimm ausgesehen. Es wurde wieder Gewebe entnommen warten noch auf die Ergebnisse. Unser Arzt sagte heute nur das er von der OP nicht viel hält und glaubt auch nicht das es jetzt in Ordnung sei und er meinte das Knie wäre infiziert. Meine Mutter hat sehr starke Schmerzen was sie vorher nicht hatte sie sagte es sei ein richtiges brennen und wenn sie läuft geht es besser. Und das Loch ist meiner Meinung auch wieder da zwar klein mit Kruste aber am Pflaster sieht man das was durch kommt. Sie ist mit den Nerven echt am Ende was ich auch sehr gut verstehen kann. Am liebsten würde ich die ganzen Unterlagen mitnehmen und mit ihr zu ihnen kommen aber es ist leider zu weit. Was meinen sie?
LG

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T. Radebold  sagt am 22.03.2015
Hallo Pepe,

ich bleibe bei dem, was ich in den bisherigen Beiträgen schon gesagt habe-ich kann mir nicht vorstellen, dass das Problem beseitigt worden ist, auch wenn ich es sehr hoffen würde...

Wo wohnt Ihre Mutter denn? Ggf. kann ich Ihnen einen Tipp geben, welche Klinik in der Nähe ähnlich erfahren ist mit so etwas wie die Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau.

Besten Dank für die Fotos.

Ihr Tobias Radebold

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Pepe0-17  sagt am 22.03.2015
Hallo Dr. Radebold
Sie hatten recht es waren wieder Staphylococcus Aureus im Knie.
Sie wurde gestern mal wieder operiert und der Nagel wurde entfernt.
Jetzt hat sie eine Vakuumtherapie mit einem Schwamm.
Wenn es diesmal nicht klappt würde ich gerne auf sie zukommen das sie sich das Knie mal anschauen.
Danke für die Antwort
Lg

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