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Oberes Sprunggelenk - distale Syndesmose - Ruptur PTIFL - erfahrenen Operateur finden?

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20 Beiträge - 1002 Aufrufe
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earnyourturns  fragt am 14.02.2018
Liebe Teilnehmer des Portals,

durch einen Ski-Arbeitsunfall habe ich einen großen Teil des Posterior Tibiofibular Ligament abgerissen.

Es gibt zwar noch andere Schäden, aber die sind alle viel kleiner. Es gibt keine knöchernen Ausrisse, das ATIFL ist nur gedehnt. Es gab keine Schwellung. Schmerz nur beim Gehen, Treppensteigen, usw.

Ich habe erfahren, dass dieses bändergetragene Gelenk sehr delikat und belastet ist, und das kleinste Fehlstellungen zu Arthrose führen. Andererseits bin ich sehr regelmäßig, weit und lang ganzhjährig zu Fuss oder auf Ski unterwegs.

MRT ist vorhanden. Wie finde ich einen Operateur, der eine mehr oder weniger isolierten Ruptur von PTIFL nicht erst zum dritten Mal behandelt, sondern darin und in der Angelegenheit Sprungelenk/Sysndesmose erfahren und routiniert ist?

Danke für Einschätzungen.

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Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 14.02.2018
Ich würde mit sowas nach Dresden fahren-da ist durch die langjährige Tätigkeit von Prof. Zwipp eine hohe Expertise
Grüße und gute Besserung aus der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau, Tr

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earnyourturns  sagt am 08.03.2018
Danke für den Tipp mit Dresden.

Ich belaste meine Füße doch recht intensiv beim Klettern, Bergsteigen, Skitourengehen.

40 km Fahrradfahren plus 30 km Fussweg und 1700 hm Auf- und Abstieg, teils weglos ist für mich nichts ungewöhnliches. 70 - 90 Berge besuche ich im Jahr zu Fuss oder auf Ski.

Auch nur ein Jahr mit einer Fehlstellung im Gelenk würde sich bei mir sicher schnell anfangen deutlich auf die Knorpelflächen auszuwirken.

Ich mache mir schon Sorgen. Selbst wenn der Fehler erkannt und operativ behoben würde, bedeutet das ja wieder monatelange Immobilisierung.

Wie lange es dauert bis ich wiederhergestellt bin ist das nächste.

Die Verletzung war vor über zwei Monaten. Ob ich in 4 - 8 Wochen auf Skihochtour gehen kann ist ein Fragezeichen. Wer weiß ob ich 2019 voll belastbar bin.

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earnyourturns  sagt am 08.03.2018
Aber Dresden kam für mich nicht in Frage. Da es ein Arbeitsunfall ist, habe ich eh keine freie Arztwahl.

Ich war trotzdem schon bei mehreren Ärzten deswegen. Die eigentlich alle doch ziemliche Fachleute sind, da hier auch viel Ski-, Kletter. und Bergunfälle behandelt werden. Vom vorderen und hinteren Syndesmosenband sollen bedeutende Teile noch stehen.

Ich bin ja auch noch zwei Wochen so rumgehumpelt.

Laut manuellen Tests und einem statischen Röntgenbild sei die Gelenkgabel so stabil, dass ein konservativer Ansatz verfolgt werden soll.

Ich trage jetzt seit drei Wochen Gips.

Schmerzsensibilität ist vorhanden oben hinterm Knöchel, wenn ich doch mal mich räkele oder falsch liege, oder das Bein stoße oder mich abfangen muss.

Ich hoffe nur, das Band vernarbt und heilt wirklich gut ohne Vernähung.

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Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 08.03.2018
Ich drück die Daumen. Berichten Sie mal, wie es weiter geht.
Grüße und gute Besserung aus der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau, Tobias Radebold

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earnyourturns  sagt am 08.03.2018
Vielen Dank. Ich melde die Fortschritte der Genesung zurück!

Leider ist es sicher so, dass eine Syndesmoseruptur vielgestaltig ist. Es gibt unten das vordere und hintere Band außen über dem Sprunggelenk. Dann noch ein Geflecht oben direkter mitten im Spalt Schienbein/Wadenbein.

Bei mir ist wohl das hintere Band teilgerissen, möglicherweise im oberen Bereich und nicht der untere transversale Anteil.

Hier im Bild bezeichnet:
Post. lat malleol. lig. (auch: Posterior inferior tibiofibular ligament):
https://d[Link anzeigen]:Gray355.png

Hier sieht man eine sehr schöne Übersicht:
[Link anzeigen]

Also da ist kaum eine Verletzung ganz genau wie eine andere, und sicher sind die Heilungsverläufe recht unterschiedlich.

Meine Prognose soll angeblich gut sein.

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Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 08.03.2018
Die Anatomie ist mir durchaus geläufig - wie eigentlich jedem speziellen Unfallchirurgen. So auch die Prognose, je nach Riss und Stabilität. ;-)

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earnyourturns  sagt am 08.03.2018
Dass das Ihnen geläufig ist, glaube ich sofort :D

Ich hab das verlinkt für Leute die vielleicht per Suchmaschine ins Forum in diesen Thread kommen.

Übrigens war mir noch folgende Seite in englischer Sprache eine hervorragende Informationsquelle. Da gibt es mehrere umfangreichere abstracts zum Thema:

https://www.ncbi.nl[Link anzeigen]

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earnyourturns  sagt am 13.03.2018
Eigentlich das bedeutendste abstract, das ich finde konnte, ist:
https://pdf[Link anzeigen]

Es geht auf isolierte Teilruptur des Hinteren Syndesmosenbandes ein. Dass dieses zuerst reißt, und ohne sonstige Bänderrisse und Brüche, ist selten.

Dort steht auch die konservative Therapie als Mittel der Wahl.

Was mich besorgt:
Ein Großteil der Patienten, die sowas trifft, haben nach 6 Monaten nach Verletzung noch Schmerzen oder Instabilitäten im Sprunggelenk.

Ein für mich wertvolles Stück Information konnte ich hier entnehmen:
https://www.ncbi.nl[Link anzeigen]/

Beim high ankle sprain - der Syndesmoseverletzung wird der Verlauf ab Verletzung eingeteilt in:
akute Phase > 3 Wochen
subakute Phase: 3 Wochen - 3 Monate
chronisch: ab 3 Monate

Ich hatte mir Sorgen gemacht, da ich die Verletzung 2 Wochen belastet hatte, wenn auch in Schonhaltung (typisch: auf dem flach gesetzten Fuss humpeln, Null abrollen oder abstoßen mit Fußspitze).

Krankschreibung kam bei MRT 14 Tage nach Unfall, Gips kam am 17 Tag nach Unfall. Damit wurde die Verletzung immerhin in der akuten Phase angemessen versorgt!

Der Arzt meinte auch bei Eingipsung, als ich fragte, ob es schon schief angewachsen sei "so schnell geht das nicht".

Scheinbar wird der Bereich dort auch nicht gut durchblutet, deshalb dauert die Heilung.

Ich bin froh, dass ich einen Aircast habe, dass ich wenigstens die Durchblutung verbessern kann. Gips ist ja etwas grauenhaftes. Meine Zehen wurden damit am Anfang hart und fast blau.

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earnyourturns  sagt am 13.03.2018
Scheinbar muss man bei dieser Verletzung nach der aufwändigen (?) Rehe dann beim intensiven Sport eine Schnürbandage fürs Sprunggelenk tragen, oder die Syndesmose tapen, wozu es verschiedene Verfahren zu geben scheint.

Ich wollte dieses Frühjahr (gleich wenn der Gips ab ist :D) eigentlich auf Skihochtour, brutal weit und hoch marschieren mit Gepäck im Ötztal und im Wallis.

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G.Nervt  sagt am 13.03.2018
Sehr geehrter Herr Dr. Radebold,

leider ist der von Ihnen empfohlene Prof. Zwipp in den Ruhestand gegangen.
Könnten Sie mir einen anderen Spezialisten für eine Chopartgelenksverletzung (Fehlverheilung des Processus anterior calcanei des Ligamentum bifurcatum, Kapselverletzung Talonaviculargelenk) nennen, der sich meine Bilder mal ansehen könnte und die Lage einschätzen?

Vielen Dank G.

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earnyourturns  sagt am 28.03.2018
Aktueller Stand:

Linkes oberes Sprunggelenk ist jetzt knapp sechs Wochen mit Aircast immobilisiert. In letzter Zeit habe ich Polsterungen des Aircast weggelassen, und die letzten Tage ganz ohne, damit es wieder durchblutet wird. Teilweise war es leicht taub-kribbelnd.

Seit letzte Woche Tagen habe ich kleine Bewegungen uns Massagen gemacht, und den Fuss unbelastet beim Gehen mitgeführt. In den letzten Tagen auch mit geringer Teilbelastung.

Es gibt überhaupt keine Druckschmerzempfindlichkeit über dem AITFL, und auch im Bereich des PITFL keine. Sonstige Drucktests und selbst durchgeführte vorsichtige Rotationstests bei Dorsiflexion ergeben auch keinen nennenswerten Schmerz.

Wobei um die Achillessehne leicht angeschwollen ist, und wenn ich den hinteren Bereich ablege, kriege ich auch einen drückenden "Entzündungsschmerz". Auch wo der Gelenkerguss vorne war/ist, ist bei Belastung leicht schmerzhaft.

In einer Woche startet 8 x Krankengymnastik im April. Plus Kompressionsstrumpf, damit das Gelenk bei Belastung nicht schwillt. Thrombosespritzen habe ich auf mein Bitten prophylaktisch nochmal gekriegt.

Ich soll belasten und mit einer Krücke gehen, wurde sogar aufgefordert ohne Krücken zu gehen. Was mehrfach erstaunlich gut ging. Wobei ich dem aktuell nicht traue, und langsam anfange.

Radfahren wäre demnach nützlich, aber ich muss erst frei absteigen, gehen, stehen können.

Prognose: gut, nur lässt sich die Möglichkeit von mangelnder Stabilität und Mißerfolg des konservativen Therapie/Komplikation nicht völlig ausschliessen.

Immerhin war das PITFL hochgradig oder subtotal gerissen, und das AITFL immerhin auch im MRT geringgradiger und mit welligem Verlauf, wenn auch noch in seiner Kontinuität vorhanden.

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earnyourturns  sagt am 03.04.2018
Fahre jetzt kurze Strecken Fahrrad, mache Krankengymnastik.

Scheint sich rapide zu bessern, aber die Zeit der Ruhestellung war definitv nätig, und hätte ich nicht früher beenden können.

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earnyourturns  sagt am 06.04.2018
Während das Syndesmoseband einigermasser grob verheilt ist, ist der ganze Bandapparat innen und außen völlig geschwächt.

Ich rolle den Fuß wieder ab, das wird langsam weniger unangenehm. Ich mache Balanceübungen auf einem Bein, um den Bandapparat zu stimuliere. Heute bin ich einige Schritte auf Waldboden über einen Baum gestiegen, das war kurz unangenehm.

Die Muskeln haben sich nicht schlimm rückgebildet. Es ist ja bei recht hohem Trainingsstand passiert.

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Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 06.04.2018
Das wird schon-Geduld haben.
Gute Besserung, TR

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earnyourturns  sagt am 06.04.2018
Danke!

In zwei, drei Wochen ziehe ich Zwischenbilanz. Ich werde jetzt viel Radfahren und voll bei der Krankengymnastik dabei sein.

Ich bin sehr gespannt, wie ich zu diesem Zeitpunkt dastehe.

Gruß ins schöne Norosthessen.

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earnyourturns  sagt am 14.04.2018
Ich habe jetzt scheinbar eine Sehnenentzündung an der Knieinnenseite vom Fahrradfahren im betroffenen Bein. Beim Radfahren kriegte ich da immer ein Ziepen, das jetzt eher schlimmer wurde. Während der Fuß besser wird, verbietet mir das Knie jetzt, Sport zu treiben. Ich habe mit Fahrradfahren aufgehört, und hoffe, dass ich jetzt nicht wochen- oder monatelang mit einer Sehnenentzündung zu schaffen kriege.

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earnyourturns  sagt am 19.04.2018
Wegen meiner Sehnenentzündung Pes anserinus soll ich jetzt mit Faszienrolle die Muskeln massieren. Die letzte Woche bin ich nicht mehr Rad gefahren, nur kleine Fusswege bei Besorgungen gegangen. Ich traue mich nicht, meine Muskeln zu benutzen.

Scheinbar ist beim Musculus Vastus Medialis der Muskel verhärtet oder ein einziger Knoten. Alles verkrampft, und das zieht mir an den Sehen.

Ist eine einzige ätzende monatelange Invalidisierung. Bin voll genervt, weil ich das Gefühl habe, es geht nichts.

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earnyourturns  sagt am 29.04.2018
Danke nochmal für die Rückmeldungen. Ich bin geheilt. Durch Schonung und Eigenmassage sind die Muskelschäden geheilt. Den Fuß darf und soll ich belasten. Und ich habe den Fuß jetzt drei Mal großen Belastungen ausgesetzt, u.a. Wandern/Klettern/längere Skitouren, dann Tape ich das OSG. Zwar ziept es bei großer Belastung punktuell, aber der Fuß bleibt belastbar und Beschwerden klingen zügig ab. Der Arzt ist sicher, dass keine Gelenkfehlstellung verbleibt, und so fühlt es sich auch nicht an. Sehr angenehm, diese ständig fortschreitende Heilung.

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earnyourturns  sagt am 30.06.2018
Nachdem der Fuss bei einigen Skihochtouren gut belastbar war, bin ich mitunter zur Sommerbelastung übergegangen.

Ich habe festgestellt, dass es eine schmerzafte Belastung gibt.

Wenn ich den Fuß beim Bergabgehen setzen will (Plantarflexion) und dann nicht mit dem Fußballen, sondern mit der Ferse ungeplant hart auf einem Stein aufsetze, tritt in Abhängigkeit von der Heftigkeit des Kontaktes ein umso heftigerer Schmerz auf.

Der Fuß erholt sich, benötigt aber Pausen.

Im Alltag ist gemeinhin ohne vorherige Überlastung keine, sonst eine geringe Empfindlichkeit feststellbar.

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