Sprunggelenksverletzung (Außenbandriss, Innenbandriss)

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Eine Sprunggelenksverletzung entsteht meist durch Einwirkung mechanischer Gewalt. Häufig passieren diese Verletzungen durch Umknicken oder Verdrehen, z. B. beim Sport.
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Bei Sprunggelenksverletzungen entstehen sichtbare Schwellungen und Blutergüsse am Sprunggelenk, die mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen einhergehen.
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Bei Knochenbrüchen am Sprunggelenk, die verschoben sind, kann der Bereich sichtbar verformt oder übermäßig bewegbar sein.
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Kommt es zu einer Sprunggelenksverletzung, kann man sich als Erste-Hilfe-Maßnahme an der PECH-Regel orientieren: P-Pause, E-Eis, C-Compression, H-Hochlagern.
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Bei einer Verletzung am Sprunggelenk sollte zur Diagnosestellung ein Arzt aufgesucht werden. Nach der Befragung des Patienten (Anamnese) wird der betroffene Fuß und das Bein untersucht und abgetastet.
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Insbesondere bei einem Knochenbruch ist eine Röntgenuntersuchung sinnvoll, manchmal auch die Anwendung weiterer bildgebender Verfahren wie Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT).
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Das Sprunggelenk ist die bewegliche Verbindung zwischen Unterschenkel und Fuß. Man unterscheidet das obere und untere Sprunggelenk. Das obere Sprunggelenk besteht aus den Knochen des Unterschenkels - dem Schienbein (am Innenknöchel) und dem Wadenbein (am Außenknöchel) sowie dem Sprungbein. Das untere Sprunggelenk ist Teil des Fußes.
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Die häufigsten Verletzungen am Sprunggelenk sind der Außenbandriss und der Innenbandriss, Knochenbrüche der beteiligten Knochen (Schienbein, Wadenbein, Fersenbein, Sprungbein, Kahnbein des Fußes) oder Gelenkschäden.
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Bei Schmerzen am Innenknöchel kann ein Riss des Innenbandes, dem Ligamentum deltoideum, vorliegen. Das Innenband besteht aus vier verschiedenen Anteilen, die vom Schienbein zu den Fußwurzelknochen verlaufen. Je nach Grad des Bänderrisses ist Gehen nicht mehr möglich (Grad 3).
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Ein Außenbandriss bezeichnet meist ein Bänderriss am oberen Sprunggelenk und wird fast immer konservativ - also ohne Operation - behandelt.
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In der Regel erfolgt die Behandlung eines Bänderrisses mit einer speziellen Orthese (Knöchelschiene), die der Patient bis zu sechs Wochen tragen sollte. Dadurch wird eine ein erneutes Umknicken verhindert und der Fuß wird entlastet.

aktualisiert am 06.05.2020

Autoren
V. Kittlas Volker Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt
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