Blinddarmentzündung, Blindddarmoperation, Blinddarm

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Appendizitis, Appendektomie - Entfernung des Wurmfortsatzes

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Bei der Blinddarmentzündung treten häufig Schmerzen im rechten Unterbauch auf. Die Schmerzen können aber auch in anderen Regionen auftreten. Ursache kann eine mechanische Verstopfung, zum Beispiel durch Kotsteine, sein.
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Die Symptome einer Blinddarmentzündung sind aber meist recht uncharakteristisch. Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen können ebenfalls auftreten.
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Manchmal tritt leichter Durchfall oder Verstopfung auf. Vor allem, wenn der Durchfall etwas schleimig ist und in Verbindung mit Bauchschmerzen auftritt, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
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Niedriges Fieber (bis 39 Grad) und Schüttelfrost sind ebenfalls Teil der Symptomatik. Wenn Fieber und Bauchschmerzen zeitgleich auftreten, sollte die Ursache abgeklärt werden.
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Der Arzt untersucht zunächst den Bauch. Ist dieser steinhart, kann das ein Hinweis für einen Blinddarmdurchbruch sein. Dieser ist lebensgefährlich und muss sofort operiert werden.
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Charakteristisch für eine akute Blinddarmentzündung ist der Loslassschmerz im rechten Unterbauch und Schmerzen am sogenannten McBurney-Punkt. In 50 Prozent aller Fälle zeigt sich eine Temperaturdifferenz zwischen der Messung an der Achsel und einer rektalen Messung der Körpertemperatur.
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Neben der körperlichen Untersuchung kommt es auch auf die Untersuchung des Blutes an. Sind die Entzündungsparameter erhöht, ist das ein weiterer Hinweis auf eine Blinddarmentzündung.
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Für gesunde Menschen kein Problem, aber mit einer Blinddarmentzündung kann ein Sprung schmerzhaft sein. Deshalb sind Schmerzen beim Springen ein weiterer Hinweis für eine Appendizitis.
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Erhärtet sich der Verdacht auf eine Blinddarmentzündung, kann man in leichten Fällen abwarten, bei akuter und starker Entzündung muss operiert werden. In den meisten Fällen wird die Operation minimal-invasiv durchgeführt.
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Das ist der Übeltäter, der die Schmerzen verursacht hat. Während man früher der Meinung war, dass der Blinddarm keine weitere Funktion hat, geht man heute davon aus, dass er für das Immunsystem eine Rolle spielt.
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Bei einer minimal-invasiven Operation verbleiben nur kleine Narben. Kann nicht minimal-invasiv operiert werden, dann ist die Narbe größer und sichtbar. Vor allem bei einem Blinddarmdurchbruch ist eine minimal-invasive Operation nicht immer möglich.
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Wo genau der Blinddarm sitzt, zeigt dieses Schaubild. Aufgrund seiner Lage erklären sich auch die Schmerzen im rechten unteren Bauch.

aktualisiert am 17.06.2019

Autoren
V. Kittlas Volker Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt
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